News aus Baden-Württemberg
„Absoluter Irrweg“: Umweltministerin kritisiert EU-Vorstoß zu Atomkraft

News aus Baden-Württemberg „Absoluter Irrweg“: Umweltministerin kritisiert EU-Vorstoß zu Atomkraft

Quelle: Marijan Murat
dpa

Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker hat den Vorstoß der EU-Kommission kritisiert, wonach Atomenergie als klimafreundlich eingestuft werden soll.

«Das ist ein absoluter Irrweg – wirtschaftspolitisch, energiepolitisch und klimapolitisch», teilte die Grünen-Ministerin am Sonntag in Stuttgart mit.

Kernkraft sei und bleibe gefährlich. Zudem sei es die teuerste Option von allen und ein jahrzehntelanges Unterfangen, teilte Walker mit. Sämtliche Anstrengungen und Investitionen für die Energieversorgung der Zukunft müssten stattdessen in die Erneuerbaren Energien gehen.

Während Gas noch als sehr kurzfristige Übergangstechnologie gelten könne, könnten die Jahrmillionen lang strahlenden Hinterlassenschaften der Atomenergie nie und nimmer als nachhaltig gelten, so die Grünen-Politikerin. «Es ist unglaublich, was die EU hier unseren Nachkommen zumuten will: immer mehr Atommüll, für dessen sichere Entsorgung es auch nach Jahrzehnten der Suche noch keine Lösung gibt.»

Die EU-Kommission will Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke unter Auflagen als klimafreundlich einstufen. Das geht aus dem Entwurf für einen Rechtsakt der Brüsseler Behörde hervor, der am Neujahrstag öffentlich wurde. Konkret sieht der Vorschlag vor, dass vor allem in Frankreich geplante Investitionen in neue Akw als grün klassifiziert werden können, wenn die Anlagen neuesten Technikstandards entsprechen und ein konkreter Plan für eine Entsorgungsanlage für hoch radioaktive Abfälle spätestens 2050 vorgelegt wird.

 

Weitere Nachrichten

Studie zu Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Körperliche Angriffe, Bedrohungen, Beschimpfungen: Im Südwesten wird die zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst in einem neuen Projekt erforscht.

Statistik aus Abschiebehaftanstalt: Nach Corona steigt Zahl der Abschiebungen wieder

Wegen Corona wurden in den vergangenen zwei Jahren weniger Menschen aus dem Südwesten abgeschoben. Flüge waren vielfach untersagt, Einreisen in andere Länder ebenso. Ändert sich die Lage dauerhaft?

Land geht von 280 Millionen Euro für Unternehmenshilfen aus

Seit dieser Woche können kleine und mittelgroße Firmen Landesgelder beantragen, um durch den Krisen-Winter zu kommen. Im Vergleich zu den Corona-Hilfen zeichnet sich jedoch eine überschaubare Nachfrage ab.

Mehr als 140.000 Geflüchtete aus Ukraine in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat bereits über 141.000 geflüchtete Menschen aus der Ukraine aufgenommen.

Millionenschaden bei Hausbrand in Gernsbach

Ein Feuer in einem Gebäude in Gernsbach (Landkreis Rastatt) hat einen Schaden in Millionenhöhe verursacht.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.