Schäden durch Vandalismus
Amphibienschutz in Karlsruhe-Neureut: Feste Schranken installiert

Schäden durch Vandalismus Amphibienschutz in Karlsruhe-Neureut: Feste Schranken installiert

Quelle: Stadt Karlsruhe / Umwelt- und Arbeitsschutz

Um die Krötenwanderstrecke an der Alten Bahnlinie in Neureut zu sichern und damit zu verhindern, dass die besonders geschützten Tiere überfahren werden, wurden auf der Alten Bahnlinie nun zwei feste Schranken installiert, die bei Bedarf geschlossen werden.

Krötenwanderstrecke an der Alten Bahnlinie

Um die Krötenwanderstrecke an der Alten Bahnlinie im Karlsruher Stadtteil Neureut zu sichern, damit die geschützten Tiere nicht überfahren werden, wurde die Straße wieder provisorisch mit Baustellenabsperrungen ausgestattet.

Denn an der Alten Bahnlinie ist das Sammeln der Tiere durch ehrenamtliche Helfer aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Das hohe Verkehrsaufkommen, die häufig erhöhte Geschwindigkeit der Fahrzeuge und der fehlende Fußweg machen einen Einsatz zu gefährlich, erklärt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung.

 

Mobile Sperrungen sind keine Dauerlösung

Da die mobile Absperrung keine Dauerlösung ist, wurden auf der Alten Bahnlinie nun zwei feste Schranken installiert, die im Zeitraum von Februar bis April bei Bedarf geschlossen werden können.

Die Sperrung erfolgt von 18:00 Uhr abends bis 08:00 Uhr morgens in Nächten, in denen mit der Wanderung der Kröten zu rechnen ist. Eine hohe Wanderaktivität ist vor allem an milden und regnerischen Tagen zu erwarten, so die Stadt.

 

Vandalismusschäden im fünfstelligen Bereich

Wie die Stadt weiter informiert, ist es bereits in der Amphibiensaison 2021 zu Vandalismus gekommen, wobei die mobilen Absperrungen mehrfach beschädigt wurden. Das dabei an den Tag gelegte zerstörerische und rücksichtslose Verhalten hat sowohl an der Alten Bahnlinie als auch in den flächenhaften Naturdenkmälern am Grünen Weg und am Heidesee zu Schäden im fünfstelligen Euro-Bereich geführt.

Da die Pflichten im Rahmen des gesetzlichen Arten- und Naturschutzes bestehen bleiben, führt andauernder Vandalismus nicht dazu, dass Maßnahmen aufgegeben werden. Stattdessen sollen, so die Stadt Karlsruhe, vermehrte Kontrollen zur Feststellung der Verursachenden und zu Strafanzeigen wegen mutwilliger Zerstörung oder Beschädigung sowie Diebstahl führen.

 

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