News
Anmeldestart zur Steuererklärung mit einem Klick

News Anmeldestart zur Steuererklärung mit einem Klick

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Steuererklärung so einfach wie Online-Shopping? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Der Turbo-Service per Elster-App steht kurz bevor. Doch es gibt auch Vorbehalte.

Die mit einem einzigen Klick auf dem Smartphone zu erledigende Steuererklärung rückt näher: Von diesem Dienstag an (31. März) können sich die ersten Interessierten registrieren. Der Service startet zunächst für ledige, kinderlose Beschäftigte sowie für Rentner, die darüber hinaus keine weiteren Einkünfte haben – zum Beispiel aus Vermietung. Das teilten die Finanzminister von Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit.

«Ab Juli erhalten angemeldete Nutzer dann eine fertige Steuererklärung direkt auf ihr Smartphone, die sie nur noch mit einem Klick absenden müssen», erläuterte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU). Von der neuen Elster-App-Funktion könnten gleich zu Beginn rund 11,5 Millionen Steuerpflichtige profitieren.

Steuern ohne Stress und Papierstapel – wo ist der Haken?

Die Betreffenden erhalten von den Finanzämtern eine fertige Steuererklärung mit allen vorhandenen individuellen Daten für das Steuerjahr 2025 sowie eine Vorschau auf den Steuerbescheid. Wenn alles passt, senden sie die Erklärung mit einem Klick ab. Änderungen oder Anpassungen seien selbstverständlich vor Versand jederzeit noch möglich, betonten die Finanzminister. Die Anwendung werde schrittweise auch für andere Gruppen erweitert.

«Steuererklärung war lange ein Synonym für Papierstapel und Stress – das gehört der Vergangenheit an», unterstrich NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU). Mit der «MeinElster+»-App gehe Deutschland einen wichtigen Schritt bei der Digitalisierung der Steuererklärung, betonte auch Niedersachsens Finanzminister Gerald Heere (Grüne). «Unser Anspruch ist, dass Behördengänge so einfach werden wie Online-Banking oder Online-Shopping», ergänzte der baden-württembergische Amtschef Danyal Bayaz (Grüne).

Die Steuererklärung im Schnellverfahren ist allerdings nicht unumstritten. So warnen etwa Lohnsteuerhilfen Nutzer vor finanziellen Einbußen.

 

Weitere Nachrichten

Neues Wolfsrudel in Baden-Württemberg: Welpe tappt in Fotofalle

Nach Jahren ohne Rudel streunt jetzt wieder eine Wolfsfamilie durch den Nordschwarzwald. Ein Welpe ist gesichtet worden.

Millionenschwere Hehlerei - wie die Betrüger ins Netz gingen

Edelmetalle im Wert von 50 Millionen Euro: Hinter der Fassade eines Pforzheimer Unternehmens haben Betrüger ihre Beute zu Bargeld gemacht. Was steckt dahinter?

Unwetter-Bilanz: Immer weniger Blitze in Baden-Württemberg

Der Sommer in Baden-Württemberg war dieses Jahr besonders heiß und trocken. Die Auswirkungen davon zeigen sich auch in der Anzahl der Blitze im Land. Wo steht der Südwesten im bundesweiten Vergleich?

Kein einziges Bußgeld: Verstöße gegen 12-Uhr-Tankregel bisher ohne Folgen

Seit April dürfen Preise an Tankstellen nur einmal pro Tag erhöht werden. Bei Verstößen in Baden-Württemberg wurde bisher kein einziges Bußgeld verhängt.

Rechtsstreit um Online-Apotheke von dm - Fakten zum Mitreden

Vor dem Landgericht Karlsruhe streiten dm und die Wettbewerbszentrale über die Online-Apotheke dm-med. Worum es in dem Verfahren geht und welche Argumente beide Seiten anführen.

Saisonbilanz: Etwas mehr Badetote - wer besonders gefährdet ist - und wo

Rettungskräfte haben Hunderte aus dem Wasser gerettet. Bei fast drei Dutzend Menschen kam ihre Hilfe aber zu spät. Wer vor allem betroffen ist.

























Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.