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Arbeiten enden: Erstmals Niedertemperatur-Asphalt an der Ludwig-Erhard-Allee in Karlsruhe verlegt

News Arbeiten enden: Erstmals Niedertemperatur-Asphalt an der Ludwig-Erhard-Allee in Karlsruhe verlegt

Quelle: Stadt Karlsruhe, Presse- und Informationsamt, Monika Müller-Gmelin

Bei der Deckenerneuerung der Ludwig-Erhard-Allee (B10 zwischen Henriette-Obermüller-Straße und Stuttgarter Straße) kam Niedertemperatur-Asphalt zum Einsatz. Die Arbeiten haben am 25. Juli 2024 begonnen und sollen am 17. August 2024 abgeschlossen sein.

Ab 2025 soll der Belag EU-weit zum Standard werden

Wie die Stadt Karlsruhe erklärt, könne der neuartige Belag mit geringerer Temperatur (140° C statt 180° C) gemischt werden, was die Belastung der Belegschaft reduziere. „Durch die „kühlere“ Temperatur verringert sich der Energiebedarf und weniger Emissionen entstehen am Mischwerk“, so die Stadt weiter.

Ab 2025 soll der Belag EU-weit zum Standard werden. Zugleich werde eine Absauganlage an den Maschinen Pflicht, die die Dämpfe und Aerosole über die Fahrzeuge leitet – weg von den arbeitenden Personen am Einbaufertiger.

 

Arbeiten nicht im Winter: Einschränkung der Jahreszeit

Um das Material auch bei reduzierten Verarbeitungstemperaturen flüssiger zu machen, sind beispielsweise Wachse oder Silikate beigemengt. Im Winter kann der neue Belag allerdings nicht verarbeitet werden, da der Niedertemperaturasphalt schneller auskühlt und der nötige Verdichtungsgrad nicht mehr erreicht werden kann, erklärt Holger Bleyer, Bauleiter beim Tiefbauamt im Bereich Verkehrsinfrastruktur.

Die Einschränkung der Jahreszeit sei generell kein großes Problem, da die Zeit im Winter zum Warten der Geräte genutzt werden könne, wird weiter erklärt.

 

Erste Erfahrungswerte existieren aus dem Landkreis

2023 kam der Belag bereits auf der B293 zwischen Wössingen und Bretten zum Einsatz. Dort habe es kurzzeitig Probleme mit dem Verbund des Materials zur unterliegenden Asphaltschicht gegeben – allerdings sei die Aufbringung im Herbst bei niedrigeren Temperaturen erfolgt.

Der Problematik wolle man mit der Baustelle an der Ludwig-Erhard-Allee im Sommer entgegenwirken, fügt Bleyer hinzu.

 

Eine Deckenerneuerung sei unumgänglich gewesen

Die Maßnahme der Deckenerneuerung sei unumgänglich gewesen, bekräftigt Frank Lamm, stellvertretender Amtsleiter des Tiefbauamts, und verweist auf die bisherige Oberfläche mit Rissen und stellenweise tiefen Abplatzungen.

Der 26 Jahre alte Belag, der 1998 bei der Eröffnung der Ludwig-Erhard-Allee zum Einsatz kam, habe bereits zehn Jahre länger gehalten als geplant, ergänzt Bleyer. Für die Baufläche von knapp 4.000 Quadratmeter fallen Kosten von rund 350.000 Euro an.

Für den Niedertemperaturasphalt fallen im Schnitt rund 1 Euro Mehrkosten pro Quadratmeter an. Hinsichtlich Haltbarkeit und Fahreigenschaften erwartet er keine Veränderungen gegenüber dem bisherigen Material.

 

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