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Asiatische Hornisse – rasante Zunahme von Nest-Sichtungen

News Asiatische Hornisse – rasante Zunahme von Nest-Sichtungen

Quelle: Boris Roessler/dpa
dpa

Im Südwesten wurden bis Ende August über 2.000 Nester der Asiatischen Hornisse gemeldet – mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Was hinter dem Anstieg steckt.

Im Südwesten gibt es einen neuen Höchststand von gesichteten Nestern der Asiatischen Hornisse. Laut der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) wurden alleine im Frühjahr und Sommer bis Ende August bereits deutlich mehr als 2.000 Nester gemeldet und damit weit mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zwischen Januar und August 2025 waren nur etwas mehr als 900 Nester gemeldet worden.

Verbreitung in die östlichen Teile des Südwestens hinein

Die Landesanstalt für Bienenkunde hatte kürzlich berichtet, dass sich das Tier in Baden-Württemberg unaufhaltsam immer weiter ausbreitet bis in die östlichen Teile des Bundeslandes. Die Asiatische Hornisse gilt inzwischen als etablierte invasive Art. Sie jagt heimische Bienen und frisst zahllose andere Insekten, was Imkern und der Biodiversität schadet. Das Land Baden-Württemberg fördert die Entfernung von Nestern.

Die gestiegenen Meldezahlen im Frühjahr und Sommer seien aber nicht ausschließlich auf eine stärkere Ausbreitung zurückzuführen, schränkte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums ein. Sie könnten auch ein Zeichen für die wachsende Bekanntheit der invasiven Art sowie eine höhere Meldebereitschaft und Aufmerksamkeit in der Bevölkerung sein.

Hochsaison für Riesennester

Nun beginnt auch noch die Hochsaison für sogenannte Sekundärnester, die vor allem ab Herbst entstehen, wenn – zuvor nicht rechtzeitig entdeckte – Primärnester zu klein werden und die Asiatischen Hornissen in größere Behausungen umziehen. Sekundärnester sind besonders aufwendig zu entfernen: Nach Angaben der Landesanstalt für Bienenkunde können sie bis zu einem Meter Durchmesser haben und rund 2.000 Tiere beherbergen. Das Landwirtschaftsministerium lobt für die Entfernung dieser Nester 200 Euro pro entferntem Nest aus.

 

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