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Große Konzerne planen Wasserstoff-Tankstellen in Europa

News Große Konzerne planen Wasserstoff-Tankstellen in Europa

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Die Lastwagenbranche sucht Alternativen zum Verbrenner. Nun bündeln Konzerne ihre Kräfte für Wasserstoff und setzen auf neue Infrastruktur und wettbewerbsfähige Preise.

Daimler Truck, Volvo, Toyota Motor, Bosch
Air Liquide, TotalEnergies, Teal Mobility und MB Energy wollen beim Thema Wasserstoff eng zusammenarbeiten. Die Konzerne möchten unter anderem ein Tankstellennetz in Europa aufbauen, wie die Unternehmen gemeinsam in Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) mitteilten. Sie verbinde das gemeinsame Ziel, Wasserstoff wettbewerbsfähig zu machen, mit Fokus auf die Infrastruktur und wettbewerbsfähige Preise. Nähere Informationen wollen die Konzerne am 15. September auf einer Pressekonferenz in Hannover bekanntgeben.

Die Lastwagenbranche arbeitet an Alternativen zum Verbrenner. Neben E-Lkw könnte Wasserstoff eine Lösung sein. Daimler Truck, Toyota und Volvo sind alle beim Brennstoffzellen-Hersteller Cellcentric mit von der Partie. Das Unternehmen hat seinen Sitz im schwäbischen Kirchheim unter Teck bei Stuttgart und entwickelt, produziert und vermarktet Brennstoffzellensysteme für schwere Nutzfahrzeuge.

Alternativen bislang kaum verbreitet

Wie auch in der Autoindustrie sind bei Nutzfahrzeugherstellern umweltfreundliche Alternativen zum Verbrenner gefragt. Allerdings sind diese in der Branche bislang kaum verbreitet. Daimler Truck hat zwar bereits batterieelektrische Lastwagen im Angebot, der Anteil am Gesamtabsatz ist aber noch verschwindend gering. Parallel dazu arbeiten die Schwaben an wasserstoffbasierten Antrieben. Nach Tests mit Prototypen will Daimler Truck Ende dieses Jahres mit einer Kleinserie von 100 Fahrzeugen in den Kundeneinsatz gehen.

Dass es sich bislang eher um eine Nische handelt, zeigt auch ein anderes Beispiel aus dem Raum Stuttgart: Bereits seit längerem hat auch Bosch einen prämierten Brennstoffzellen-Antrieb für Lastwagen im Angebot. Die Nachfrage ist aber überschaubar.

Der Aufbau eines umfassenden Wasserstoff-Ökosystems als Ergänzung zu batterieelektrischen Lösungen erfordere Koordinierung der gesamten Wertschöpfungskette, teilten die Unternehmen weiter mit.

 

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