Beschluss rückwirkend zum 1. Januar 2019 umgesetzt
Ausgliederung vollzogen – KSC-Profis sind eine GmbH

Beschluss rückwirkend zum 1. Januar 2019 umgesetzt Ausgliederung vollzogen – KSC-Profis sind eine GmbH

Quelle: Tim Carmele | TMC-Fotografie.de

Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb des Karlsruher SC ist nun offiziell ausgegliedert. Damit wurde die Entscheidung der Mitgliederversammlung durchgeführt. Ziel sei es, ein zukunftsfähigen Betrieb sicherzustellen, heißt es vom Verein.

Wie der Karlsruher SC am 26. Oktober 2019 in einer Pressemeldung berichtet, ist die Ausgliederung des Profibetriebs nun vollzogen ist. Damit entspricht der Verein einer Entscheidung der Mitgliederversammlung von Ende Juni. Damals haben sich 88 Prozent der Anwesenden für eine Ausgliederung ausgesprochen. Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb, dazu gehören insbesondere die Profimannschaft, die U19 und die U17, wurde vom e.V. abgetrennt und in eine GmbH & Co. KGaA ausgliedert.

 

„Entscheidende Weiche“ für die Zukunft

„Dieser Schritt ist für unseren Verein genauso wichtig gewesen, wie damals die Fusion 1952. Mit der Ausgliederung haben wir eine entscheidende Weiche für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins gestellt. Der KSC war vor der Ausgliederung der KSC und wird es auch weiterhin bleiben. Wir haben den Profibetrieb nun in ein modernes und zukunftsfähiges Unternehmen überführt. Dabei ist es uns auch in Zukunft sehr wichtig, jederzeit die 50+1-Regel und die Rechte der Vereinsmitglieder zu wahren. In der Satzung und im Gesellschaftsvertrag wurde entsprechend Vorsorge getroffen“,  werden der KSC-Präsident Ingo Wellenreuther und seine beiden Vizepräsidenten Günter Pilarsky und Holger Siegmund-Schultze in der Pressemeldung zitiert.

Das Unternehmen, das nun den Namen Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix GmbH & Co. KGaA trägt, ist rückwirkend zum 1. Januar 2019 in den Geschäftsbetrieb gegangen. Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat den Geschäftsbetrieb mit einer Lizenzierung anerkannt.

 

Neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen sich

Der Ausgliederung vorangegangen war ein vereinseigener Ausschuss, der sich im November 2018, nach Untersuchung der Vor- und Nachteile, für eine Ausgliederung aussprach. Durch die Ausgliederung habe der KSC die Rechtsformverfehlung beseitigt, der KSC e.V. wird vor Insolvenz geschützt, seine Organisationsstruktur werde verbessert und es eröffnen sich Finanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt, heißt es in der Pressemeldung.

Eine dieser Möglichkeiten ist zum Beispiel der Aktienverkauf. Dieses Thema solle in den nächsten Wochen behandelt werden. Ziel sei es, dass Fans und Mitglieder Aktien des Vereins kaufen können. Das daraus erwirtschaftete Feld solle dann auch für den Geschäftsbetrieb verwendet werden. Darüber hinaus sollen aber auch Rücklagen gebildet werden.

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