News
Baden-Württemberg hat bundesweit die meisten Hitzewarnungen

News Baden-Württemberg hat bundesweit die meisten Hitzewarnungen

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
dpa

Hitzewarnung schon im Mai und heiße Tage im Sommer: Im Südwesten schwitzt es sich besonders oft und lang. Das hat Auswirkungen.

In Baden-Württemberg war die Hitzebelastung besonders hoch: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hatte das Land in den vergangenen 20 Jahren durchschnittlich 12,5 Hitzewarnungen pro Jahr, entlang des Oberrheins sogar 15,4.

2018 hatte der Südwesten mit 15 bis 18 Tagen die längste zusammenhängende Periode für aktive Hitzewarnungen. Und zwar von Ende Juli bis Anfang August. In diesem Jahr waren es zwischen dem 9. und 16. August immerhin 8 Tage.

 

Hitze teils schon im Mai

Die Meteorologen unterscheiden zwischen starker Wärmebelastung (Warnstufe 1) und extremer Wärmebelastung (Warnstufe 2). Entscheidend für die Einstufung ist die gefühlte Temperatur. Eine Warnung vor extremer Wärmebelastung spricht der DWD ab einer gefühlten Temperatur von 38 Grad aus.

Neben der Lufttemperatur fließen in die gefühlte Temperatur Faktoren wie Luftfeuchte und Windgeschwindigkeit, die Intensität der Sonneneinstrahlung und auch die nächtliche Innenraumtemperatur. Denn Letztere beeinflusst das Erholungspotenzial.

Die frühesten Hitzewarnungen gab der DWD in den Jahren 2018, 2008 und 2005 jeweils am 27. Mai heraus, die späteste am 13. September 2016. Ein extremer Tag war der 4. Juli 2015: Deutschlandweit sprachen die Meteorologen für sämtliche Landkreise eine Warnung der Stufe 2 aus.

 

Das Jahr 2003 war der Auslöser

Der DWD gibt seit 20 Jahren Hitzewarnungen heraus und ermöglicht damit Menschen mit Vorerkrankungen, Älteren und Kleinkindern sowie Mitarbeitern des Gesundheitssystems, rechtzeitig vorzusorgen. Denn starke Wärmebelastung durch anhaltende Hitze ist schlecht für die Gesundheit.

Hintergrund der Warnungen war die Zunahme von hitzebezogenen Extremereignissen und deren Folgen im Jahr 2003, als es fast 10.000 hitzebedingte Todesfälle allein in Deutschland gab. «Der Sommer 2003 hat deutlich gemacht, dass wir als Gesellschaft nicht ausreichend auf solche Hitzewellen vorbereitet waren», so Stefan Muthers, Leiter des Referats Human-Biometeorologie am Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des DWD.

 

Weitere Nachrichten

Balkonsolaranlagen: Preise sinken, Leistung steigt rasant

Mehr als 28.000 neue Balkonsolaranlagen wurden in Baden-Württemberg gemeldet – doch Experten vermuten eine Dunkelziffer. Wie groß ist das echte Solarpotenzial?

Verfassungsschutzbericht: Diese Extremisten bedrohen das Land am stärksten

Islamistische Angriffe, rechtsextremer Nachwuchs und «Wegwerf-Agenten» im Dienste Russlands: Der Staat wird angefeindet, von allen Seiten. Wie gefährlich der Extremismus ist für das Land.

Zwischen Sexfrust und Salafismus: die "Mincel"-Bewegung

Im Netz gedeihen neue Ideologen, die Gleichberechtigung ablehnen und starre Rollenbilder zementieren. Wie gefährlich ist die neue Bewegung?

Bundeswehr baut Sigmaringen zum Zentrum für Heimatschutz aus

Die Bundeswehr plant, Sigmaringen zum Zentrum für Heimatschutz in Baden-Württemberg auszubauen. Was sich vor Ort künftig ändern soll.

Mädchen nach Zusammenstoß mit Auto im Landkreis Karlsruhe schwer verletzt

Eine Elfjährige will offenbar einen Bus erreichen und rennt auf die Straße. Dort wird sie von einem Auto erfasst.

74-Jähriger stirbt bei Frontalzusammenstoß auf Landstraße in Karlsbad

Ein älterer Fahrer gerät in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn – der Zusammenstoß endet für ihn tödlich. Ein 29-Jähriger wird bei dem Unfall schwer verletzt.

Nach Sturz aus Bahn in Karlsruhe - Staatsanwaltschaft legt Beschwerde ein

Das Gericht hat Zweifel und lehnt es ab, nach dem Sturz eines Bahnmitarbeiters aus dem Zug Haftbefehl gegen einen Fahrgast zu erlassen. Die Staatsanwaltschaft legt jetzt nach.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.