Nachrichten
Baden-Württemberg prüft Klage gegen die Krankenhausreform

Nachrichten Baden-Württemberg prüft Klage gegen die Krankenhausreform

Quelle: Soeren Stache/dpa
dpa

Trotz des Bruchs der Ampel-Koalition und viel Kritik ist der Weg für die Krankenhausreform frei. Baden-Württemberg will das aber nicht so einfach abnicken.

Baden-Württemberg fordert weiterhin erhebliche Nachbesserungen bei der Krankenhausreform und schließt auch eine Klage gegen die jüngste Entscheidung des Bundesrats nicht aus. «Wir prüfen das», sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). «Ob man das dann macht, das weiß man erst, wenn man es geprüft hat.» Klar sei aber, dass Baden-Württemberg benachteiligt werde, trotz des einen oder anderen Vorteils – darunter eine bessere Gesetzesgrundlage für den geplanten Verbund der Unikliniken Mannheim und Heidelberg.

Die Länderkammer hatte am Freitag das noch von der Ampel-Koalition im Bundestag beschlossene Gesetz für eine grundlegende Neuordnung der Kliniken in Deutschland passieren lassen. Eine Anrufung des gemeinsamen Vermittlungsausschusses mit dem Bundestag fand nicht die erforderliche Mehrheit. Die grün-schwarze Landesregierung hatte auf den Ausschuss gehofft, um mehrere Punkte ändern zu können.

Die vom Bundestag beschlossene Krankenhausreform soll die Kliniken von finanziellem Druck befreien und zu mehr Spezialisierung bei komplizierteren Eingriffen führen. Außerdem soll es bundeseinheitliche Qualitätsvorgaben geben. Vorgesehen ist, die Vergütung mit Pauschalen für Behandlungsfälle zu ändern. Künftig sollen Kliniken 60 Prozent der Vergütung schon für das Vorhalten bestimmter Angebote bekommen. Das soll den Druck senken, möglichst viele Fälle zu behandeln.

Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte rund um die Entscheidung nicht mit Kritik an der Reform gespart. «Die Nachteile für Baden-Württemberg sind derzeit so groß, dass wir einfach nicht mitgehen können», hatte er vor der entscheidenden Sitzung gesagt. Der Südwesten bemängelt die konkrete Ausgestaltung der Vorhaltevergütung, die aus seiner Sicht unzureichende Berücksichtigung der Planungshoheit der Länder und die unzureichenden Verbesserungen bei der Betriebskostenfinanzierung durch den Bund.

 

Weitere Nachrichten

Häufig nur eine Kandidatur bei Bürgermeisterwahlen

In fast jeder zweiten Gemeinde in Baden-Württemberg gab es im vergangenen Jahr nur eine Bewerbung – einmal sogar gar keine.

Mini-Vögel aus Elfenbein in Unesco-Höhle entdeckt

In der Unesco-Höhle Hohle Fels wurden zwei winzige Elfenbeinvögel entdeckt. Was die Funde aus der Altsteinzeit so besonders macht.

Energiequelle der Zukunft: Fusionsforschung in Garching, Biblis und Karlsruhe

Kernfusion gilt als mögliche Energiequelle der Zukunft. Doch dafür ist noch viel Forschungsarbeit erforderlich. Der Grundstein dafür soll in drei «Hubs» gelegt werden.

Zurück nach Hockenheim? Was läuft zwischen der Formel 1 und Deutschland?

Die Formel 1 könnte wieder nach Deutschland kommen. Der Boss der Rennserie spricht von einer mittelfristigen Möglichkeit. Das Finale in diesem Jahr könnte nach Europa wandern.

Ferienstart im Land: Volle Straßen, Bahnhöfe und Flughäfen

Zum Start in die Sommerferien wird es vor allem auf den Autobahnen im Südwesten voll. Wann und wo Autofahrer mit Staus rechnen müssen. Und wo es auch bei der Bahn Probleme gibt.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.