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Baden-Württemberg testet Scan-Autos gegen Parksünder

News Baden-Württemberg testet Scan-Autos gegen Parksünder

Quelle: Michael Evers/dpa
dpa

Im Ausland gehen Behörden schon länger mit Scan-Autos gegen Falschparker vor. In Baden-Württemberg ist der Einsatz der Technik nun auch möglich.

In Baden-Württemberg wird der Einsatz von Scan-Fahrzeugen zur Kontrolle von parkenden Autos getestet – seit Mitte April wird die Technik im Umfeld der Universität Hohenheim in Stuttgart erprobt.

Die Scan-Fahrzeuge haben laut Verkehrsministerium Kameras auf dem Dach, mit denen sie im Vorbeifahren die Kennzeichen von parkenden Autos erfassen können. Dann werden die Kennzeichen mit einer Datenbank abgeglichen. Die Kontrolle mit dem Scan-Auto funktioniert allerdings nur dort, wo der Parkschein digital erfasst ist – es braucht also etwa Parkautomaten oder Apps, wo das Kennzeichen des Autos eingeben werden muss, heißt es vom Ministerium.

Im Umfeld der Uni Hohenheim kontrolliert nun ein Scan-Auto die sechs Parkzonen der Uni auf Falschparker und fehlende Parktickets. Seit März erlaubt ein neues Gesetz den Einsatz der Technik in Baden-Württemberg. Im Ausland kommt sie bereits seit längerem zum Einsatz.

Scan-Autos können 1.000 Fahrzeuge pro Stunde kontrollieren

Das Ministerium erhofft sich von der Technik mehr Effizienz bei der Kontrolle parkender Autos. «Eine Person kann mit einem Scan-Fahrzeug bis zu 1.000 Fahrzeuge pro Stunde kontrollieren, während es zu Fuß nur etwa 50 Fahrzeuge sind», teilte ein Sprecher mit. Zudem verspricht sich das Ministerium mehr Verkehrssicherheit. Wenn Falschparker schneller gefunden würden, würden Busse, Fußgänger oder Radfahrer weniger behindert.

Unter den größeren Städten im Südwesten haben einige großes Interesse an der neuen Kontrollmöglichkeit. So plant etwa Freiburg die Teilnahme an einem Pilotprojekt. Die Stadt Mannheim habe beim Verkehrsministerium Interesse als Modellstadt für die Einführung der Technik angemeldet, teilte eine Sprecherin mit. Heidelberg und Heilbronn prüfen derzeit den Einsatz.

In Tübingen und Ulm will man zunächst beobachten, welche Erfahrungen andere Städte mit der Technik machen.

 

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