News aus der Fächerstadt
Bauarbeiten zur Neugestaltung sind gestartet: „Die Kaiserstraße wird fit gemacht für die Zukunft“

News aus der Fächerstadt Bauarbeiten zur Neugestaltung sind gestartet: „Die Kaiserstraße wird fit gemacht für die Zukunft“

Quelle: Melanie Hofheinz

Am Dienstagnachmittag, 18. April 2023, fiel der Startschuss für die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Karlsruher Kaiserstraße, mit einem symbolischen „Baggerbiss“. „Die Kaiserstraße wird fit gemacht für die Zukunft“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

Die Kaiserstraße wird fit gemacht für die Zukunft

Die Karlsruher Kaiserstraße diente viele Jahre nicht nur als Haupteinkaufsstraße, sondern war auch eine der wichtigen Verkehrsachsen der Fächerstadt. Nun, da die Bahnen unterirdisch verkehren, können die Gleise an der Oberfläche entfernt werden und die Kaiserstraße in eine attraktive Flaniermeile mit hoher Aufenthaltsqualität umgestaltet werden.

„Wir wollen durch die Kombilösung die Zukunft der Innenstadt sicherstellen, dazu gehört auch die Gestaltung der Oberfläche und die Sicherung einer zukunftsfähigen und noch ganz lange stabile Infrastruktur – damit ist diese Maßnahme ein wichtiges Projekt für die Weiterentwicklung unserer Stadt“, kündigte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup im Rahmen des symbolischen Baggerbiss am 18. April 2023, an.

 

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Natursteine & Bäume: Neugestaltung an der Oberfläche

„Wir haben es zum einen mit der technischen Erneuerung zur Sicherung der Infrastruktur zu tun und auf der anderen Seite mit der Anpassung der Oberflächenplanung bis hin zu gestalterischen Elementen im Hinblick auf die Attraktivität der Innenstadt“, erklärte OB Mentrup.

Ziel sei es, die Kaiserstraße repräsentativ umzugestalten – analog zum Marktplatz solle ein großformatiger Natursteinbelag verlegt werden. Im Bereich der heutigen Gleistrasse entstehe zudem zukünftig ein von zwanzig Bäumen im ersten Baumabschnitt gesäumtes Pflaster-Zierband.

„Die Bereiche der kreuzenden Straßen erhalten einen Belag aus kleinformatigen Natursteinpflaster, vergleichbar der Gestaltung am Berliner Platz“, informierte Mentrup weiter.

 

Die Bauarbeiten sind gestartet. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Erneuerung veraltetet & schadhafter Leitungsinfrastruktur

Noch vor der Oberflächengestaltung müsse man aber die veraltete und schadhafte Leitungsinfrastruktur im gesamten Abschnitt von Grund auf erneuern: „Viele Leitungen stammen aus den 1960er und 1970er Jahren und müssen teilweise seit Jahren dringend erneuert werden“, erklärt das Karlsruher Stadtoberhaupt

Im Untergrund werde daher eine Vielzahl an Leitungen verlegt sowie technische Bauwerke, wie beispielsweise Brunnen, realisiert. Zudem sollen sämtliche Einrichtungen der Beleuchtung erneuert werden.

 

Glasfaserleitungen & Baumbewässerungen

„Im Auftrag des Netzservices der Stadtwerke Karlsruhe werden Leitungen des Strom-, Gas- und Wassernetzes ergänzt und wo nötig erneuert sowie neue Fernwärmeleitungen verlegt. Zusätzlich erfolgt die Verlegung von Glasfaserkabel und analog zum Marktplatz weitere Unterfluhrverteiler als Veranstaltungsinfrastruktur“, kündigt Frank Mentrup weiter an.

Auch die kompletten Einrichtungen der Oberflächenentwässerung inklusive der Sammelleitungen sollen erneuert werden. Für die künftigen Baumstandorte sei außerdem eine Bewässerungsleitung vorgesehen.

 

| Quelle: Melanie Hofheinz

 

Baufelder wandern zeitgleich nach Osten & nach Westen

Die ersten Baufelder sind seit dem 17. April 2023, eingerichtet: Neben einem Baufeld in der Ritterstraße konzentrieren sich die Arbeiten zunächst bis zum Herbst 2023 auf die Komplettierung des Marktplatzes nach Norden – daher werden die Wasserspiele bis auf Weiteres nicht in Betrieb gehen können.

Anschließend wandern die Baufelder vom Marktplatz zeitgleich nach Osten und nach Westen. Ziel wird es sein, bis zum Frühjahr 2025 die Arbeiten in der Kaiserstraße abgeschlossen zu haben. Die einzelnen Bauabschnitte werden eine Bauzeit von maximal drei bis vier Monate mit sich bringen.

 

| Quelle: Melanie Hofheinz

 

Weitere Informationen zu Einschränkungen & Kosten

Die Zugänge zu den Gebäuden in unmittelbaren Baubereichen sollen, so Mentrup, durchgehend gewährleistet sein – auch die Zugänge zu den Haltestellen seien „bis auf kurzzeitige Sperrungen“, trotz der Bauarbeiten, erreichbar.

Die Kosten, die sich durch die Ausschreibung ergeben haben, seien im geschätzten Rahmen: „Die Sanierungsgebiete Innenstadt-Ost und -West führen dazu, dass wir hier auch Fördermittel von Bund und Land in der Höhe von 1,95 Millionen Euro ansetzen können“, informiert Mentrup abschließend.

 

Fotogalerie | "Baggerbiss" - die Neugestaltung der Kaiserstraße gestartet

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