News
Baugenehmigungen steigen – Ministerin sieht Erholung

News Baugenehmigungen steigen – Ministerin sieht Erholung

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
dpa

Tausende Wohnungen fehlen, Wohnraum bleibt teuer. In Baden-Württemberg zeigt sich nun immerhin ein Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen – doch ein Ziel bleibt weit entfernt.

Im seit Jahren kriselnden Wohnungsbau in Baden-Württemberg gibt es einen Hoffnungsschimmer: Nach drei Jahren mit rückläufigen Zahlen genehmigten die Baubehörden 2025 wieder mehr neue Wohnungen. Im vergangenen Jahr waren es 23.103 Einheiten, wie das Bauministerium unter Berufung auf Daten des Statistischen Landesamtes in Stuttgart mitteilte. Das sei ein Plus von 11,75 Prozent zum Vorjahr.

Landesbauministerin Nicole Razavi (CDU) sagte, die Lage am Bausektor sei weiter fragil. «Aber der Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen für neue Wohnungen im Land stimmt mich optimistisch.» Diese zarten Triebe einer Erholung bräuchten nun intensive Pflege.

Bis die genehmigten Bauvorhaben umgesetzt werden, dauert es jedoch. Seit Jahren ist bezahlbarer Wohnraum vor allem in Ballungsräumen knapp. In Städten, aber auch in anderen Regionen sind die Kosten fürs Wohnen für viele Menschen eine erhebliche Last.

In Baden-Württemberg fehlen Tausende Wohnungen

Der Wohnungsmangel in Deutschland hatte nach Einschätzung des Pestel-Instituts bereits Ende 2024 einen Rekordstand von bundesweit 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen erreicht. Besserung in den nächsten Jahren ist der Studie zufolge nicht in Sicht, wie Pestel-Chefökonom Matthias Günther im Januar in Berlin sagte. In Baden-Württemberg beträgt das Defizit der Erhebung zufolge 196.000 Wohnungen.

Den Gesamtbedarf im Südwesten von 2025 bis 2030 schätzt das Wirtschaftsforschungsinstitut auf bis zu 362.000 neue Wohnungen. Dafür müssten in Baden-Württemberg Jahr für Jahr etwa 60.300 Wohnungen neu gebaut werden.

Mehr neue Wohnungen sind erklärtes Ziel der schwarz-roten Bundesregierung. Die SPD-geführte Vorgängerregierung hatte 400.000 neue Wohnungen in Deutschland pro Jahr versprochen, dieses Ziel aber nie erreicht. Im Jahr 2024 waren 251.900 Wohnungen hierzulande fertiggestellt worden und damit so wenig wie seit 2015 nicht mehr.

 

Weitere Nachrichten

Warum mehr Kinder im Südwesten eine ADHS-Diagnose bekommen

Immer mehr junge Menschen bekommen im Südwesten eine ADHS-Diagnose. Woran das liegt - und warum Experten das gar nicht mal so negativ bewerten.

Diese Bahnstrecken werden vorerst nicht reaktiviert

Elf stillgelegte Bahnstrecken sollen auch künftig vorerst nicht wieder in Betrieb genommen werden. Welche Strecken sind betroffen? Und was sagt das Verkehrsministerium dazu? Ein Überblick.

Jugendwort 2026: "Ragebait" macht das Rennen

«Ragebait» wird zum neuen Jugendwort gekürt. Warum kommt das wenig überraschend, was bedeutet der Begriff genau - und wie cringe sind Erwachsene, die Jugendsprache nutzen?

Feuer im Tierpark Bretten: Schuppen abgebrannt, Wohnhaus unbewohnbar

Bei einem Brand im Tierpark Bretten (Landkreis Karlsruhe) ist ein Schuppen abgebrannt und ein Wohnhaus unbewohnbar geworden. Menschen und Tiere blieben unverletzt, wie die Polizei mitteilte.

Verwaltungsvorschrift geändert: Polizei nennt Nationalität von Verdächtigen nun regelmäßig

Die Landesregierung hat die Regeln geändert: Die Staatsangehörigkeit von Verdächtigen wird nun in den allermeisten Fällen genannt. Wie die Minister das begründen und welche Ausnahmen es gibt.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.