News
Beratungsangebote: Mehr Menschen im Land suchen Hilfe bei Suchtberatung

News Beratungsangebote: Mehr Menschen im Land suchen Hilfe bei Suchtberatung

Quelle: Hannes P Albert/dpa
dpa

Abhängigkeit ist oft mit Scham verbunden. Doch immer mehr Menschen nehmen Hilfe in Anspruch. Mehr als die Hälfte der Betreuten kann eine Verbesserung verzeichnen.

Deutlich mehr Menschen im Land nehmen die Hilfe von Suchtberatungsstellen in Anspruch. Im vergangenen Jahr seien knapp 64.000 Betreuungen registriert worden, wie die Landesstelle für Suchtfragen am Mittwoch mitteilte. 2022 waren es noch rund 60.000 Betreuungsvorgänge.

Die Zahl sei erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Drei von vier Beratungsbedürftigen sind Männer. Bei knapp der Hälfte der Beratungen (48,6 Prozent) ging es um Alkoholprobleme. Auf lange Sicht nähmen aber die Probleme mit dem Konsum von Cannabis (21,4 Prozent) und Kokain (4 Prozent) und Stimulanzien (2,9 Prozent) zu. Mehr als 5.000 Menschen konnten in eine Therapie vermittelt werden.

Rund 100 ambulante Beratungsstellen und die Justizvollzugsanstalten im Land bieten Beratung an. Rund 500 Fachkräfte sind im Einsatz. Der steigende Bedarf an Hilfe führe dazu, dass für den einzelnen Klienten weniger Zeit zur Verfügung stehe, so die Landesstelle. Bei mehr als der Hälfte der Betreuten sei aber eine Verbesserung der Problematik zu verzeichnen, berichtet die Stelle über die Beratungsarbeit. 67,6 Prozent der Betreuten beendeten ihre Betreuung zudem planmäßig – das kann auch die Vermittlung in eine Reha-Maßnahme bedeuten.

Die 2024 in Kraft getretene Teillegalisierung von Cannabis sei statistisch noch nicht erfasst. Die Landesstelle beklagt, dass Polizei und Justiz kaum noch Jugendliche an die Programme zur Frühintervention bei Cannabiskonsum verweisen. Dabei gehe es um «auffällige Erstkonsumierende», sagte Christa Niemeier von der Landesstelle. Die Zuweisungen seien in den vergangenen Jahren dramatisch zurückgegangen. Man gehe davon aus, dass das der Aussicht auf die Teillegalisierung geschuldet ist. Es sei eine Herausforderung, die Cannabis-Klientel frühzeitig zu erreichen, sagte Dorothea Aschke, die Vorsitzende der Landesstelle.

 

Weitere Nachrichten

Azubis kämpfen laut Umfrage mit Druck und Geldsorgen

Leistungsdruck, Geldsorgen und private Belastungen: Eine DGB-Umfrage zeigt, womit viele Auszubildende in Baden-Württemberg kämpfen.

Karlsruhe mit dabei! Diese drei Städte fahren bei E-Bussen voraus

In vielen Städten dominieren Dieselbusse, doch manche Kommunen gehen einen anderen Weg. Die Spitzenreiter bei einer Auswertung kommen allesamt aus Baden-Württemberg - und haben klare Ziele für 2030.

Ausbildungsfinanzierung: Mehr als 60.000 Bafög-Empfänger – Zahl auf Tiefstand

2025 erhielten so wenige Menschen Bafög wie seit 25 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig soll die monatliche Förderung für Studierende und Schüler ansteigen.

Cold Case: 41 Jahre ungelöst - 70-Jähriger wegen Mordes nun vor Gericht

1985 wird die nackte Leiche einer Frau gefunden. Jetzt muss ein 70-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Was er zu den Vorwürfen sagt.

Wurde er angefahren? Identifikation von totem Wolf am Schluchsee abgeschlossen

Nach dem Fund eines verletzten Wolfsrüden am Schluchsee steht fest: Es handelt sich um das dort ansässige Tier. Was mit ihm passiert ist - und was das für die Wolfspopulation im Südwesten bedeutet.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.