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Wetter-Bilanz: Zuerst nass, dann zu warm war der Oktober im Südwesten

News Wetter-Bilanz: Zuerst nass, dann zu warm war der Oktober im Südwesten

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Anfangs nass, insgesamt wärmer als sonst – die Sonne machte sich in diesem Monat rar. Dann aber kam er doch noch in den Südwesten: der goldene Oktober.

Golden war dieser Oktober im Südwesten so richtig erst zum Schluss: Nach einem wechselhaften und oft nassen Beginn brachte ein Hochdruckgebiet in der zweiten Monatshälfte ruhigeres Wetter und teils Sonne satt. Auf den ganzen Monat gesehen, machte sie sich in Baden-Württemberg aber rar. Dafür war der Oktober nach Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) deutlich zu warm.

Ungewöhnlich milde Nächte

In Baden-Württemberg lag die Mitteltemperatur im Oktober bei 11,4 Grad. Das ist deutlich über den vieljährigen Mittelwerten der internationalen Referenzperiode 1961-1990, die bei 8,7 Grad lagen. «Insbesondere milde Nächte trugen maßgeblich zum Wärmeüberschuss bei», so die DWD-Meteorologen. Nachtfrost wurde den ganzen Monat über bis auf wenige Ausnahmen nicht registriert. Verantwortlich dafür waren viele Wolken und in der zweiten Monatshälfte auch warme Luftmassen aus dem Mittelmeerraum.

Südwesten nicht von der Sonne verwöhnt

Bundesweit gab es im Oktober mit 100 Sonnenstunden im Mittel acht Prozent weniger als im Vergleich zur Periode 1961 bis 1990. (109 Stunden). Vor allem im Nordosten Deutschlands zeigte sich die Sonne. In Baden-Württemberg war sie lediglich an 83 Stunden zu sehen – nahezu ein Drittel weniger als sonst (117 Stunden). Mit 74 Litern pro Quadratmeter fiel dafür zehn Prozent mehr Niederschlag verglichen mit dem vieljährigen Mittel (68 Liter pro Quadratmeter).

Die Sonnen-Verhinderer

Das Wetter im Oktober wurde anfangs durch Tiefausläufer bestimmt, die immer wieder über das Land hinweg zogen und feuchte Atlantikluft mit sich brachten, sodass es häufig regnete. Feuchte Luft, Wolken sowie Hochnebel machten es der Sonne in Baden-Württemberg dabei ziemlich schwer. Der DWD beruft sich bei seiner Oktober-Bilanz auf die ersten Auswertungen seiner bundesweit rund 2.000 Messstationen.

 

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