News
Bund-Länder-Justizcloud kommt – Richterbund: Überfällig

News Bund-Länder-Justizcloud kommt – Richterbund: Überfällig

Quelle: Patrick Pleul/dpa
dpa

Bei der Digitalisierung der Justiz wollen Bund und Länder künftig eine gemeinsame Plattform nutzen. Die geplante Justizcloud könnte auch Einsparungen bringen.

Bund und Länder wollen künftig bei der Digitalisierung der Justiz eine gemeinsame Plattform nutzen. Die Bund-Länder-Justizcloud soll für die Anwender einheitlich sein, aber dezentral gehostet werden, auch aus Sicherheitsgründen.

Eine erste Version soll nach Angaben des Bundesjustizministeriums bis Anfang 2027 zur Verfügung stehen. In einer Mitteilung hieß es, die Projektleitung werde ein Aufbaustab in Baden-Württemberg übernehmen. Der Bund und die weiteren 15 Bundesländer seien eng in das Projekt eingebunden.

 

Richterbund: Heutige E-Akte nicht auf neuestem Stand

Der Deutsche Richterbund (DRB) sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt, der dazu beitrage, die verschiedenen E-Akten-Systeme in Bund und Ländern zu vereinheitlichen und auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Es sei überfällig, im elektronischen Rechtsverkehr und beim Einsatz von Assistenzprogrammen mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Justiz stärker auf bundeseinheitliche Lösungen zu setzen, sagt DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn. Die heutige E-Akte entspreche in etwa dem technischen Stand von vor 15 Jahren.

Die einheitliche Justizcloud baue auf der Infrastruktur der öffentlichen IT-Dienstleister auf, teilte das Bundesjustizministerium mit. Ziel sei es, die technologische Selbstständigkeit der Justiz zu stärken, Einsparpotenziale zu realisieren und zugleich die tägliche Arbeit in der Justiz zu verbessern. In einem ersten Schritt solle über die Justizcloud das IT-gestützte Verfahren, das die Justizmitarbeiter beim Erfassen, Bearbeiten und Verwalten von Daten sowie beim Abrufen von Informationen und Dokumenten unterstützt, an Gerichten in mehreren Ländern zur Verfügung gestellt werden.

 

Weitere Nachrichten

Pilotprojekt: Fast tausend Übergriffe – Bahn setzt auf Bodycams mit Ton

Beschimpft, bespuckt, geschlagen: Beschäftigte im Zug erleben immer wieder Übergriffe. Können Tonaufzeichnungen helfen, Konflikte zu entschärfen und Straftaten besser aufzuklären?

"House of Yang": Neue Mystery-Serie spielt im Schwarzwald

Zeitsprünge, Geheimnisse und starke Frauen: wie das Trauma einer Familie Generationen verbindet - und warum man in diesem Haus im Schwarzwald besser keine Türen schließt.

In Regionalbahn entdeckt: Drei Katzenbabys in Zug ausgesetzt

Reisende entdecken in einem Zug mehrere ausgesetzte Kätzchen. Wer sich jetzt um die drei Tiere kümmert.

Kürbis-Wettwiegen: Sieger kommt auf 986 Kilo

Riesenkürbisse, Super-Tomaten und Mega-Melonen: In Ludwigsburg messen sich die größten Kaliber aus Deutschlands Gemüsebeeten. Wer hat das dickste Gemüse?

Halbzeit auf dem Wasen: Großer Andrang, positive Bilanz

Besonders am Tag der Deutschen Einheit zog es zeitweise zu viele Besucher auf das Cannstatter Volksfest - die Polizei sperrt mehrere Zugänge. Was Feiernde in der zweiten Woche erwartet.

Kirschlorbeer-Plage an Waldrändern? Karlsruhe und andere Städte warnen

Giftig, relativ nutzlos für Insekten – und jetzt breitet sich Kirschlorbeer mancherorts auch noch an Waldrändern aus. Illegal abgekippte Gartenabfälle verschärfen das Problem.

























Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.