Corona in der Fächerstadt
Corona in Karlsruhe: Wenn die Zahlen steigen, gelten diese Regeln

Corona in der Fächerstadt Corona in Karlsruhe: Wenn die Zahlen steigen, gelten diese Regeln

Quelle: Sven Hoppe

In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten an – im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Karlsruhe liegen die Zahlen bislang noch unterhalb des Schwellenwerts – doch sollten diese weiter steigen, werden die Corona-Regeln verschärft.

Corona-Update vom 19. Oktober 2020

Höchste Alarmstufe: Verschärfte Maskenpflicht & Kontaktbeschränkungen

Weil die Infektionszahlen zu stark steigen, ruft Baden-Württemberg die höchste Alarmstufe aus. Weitere Einschränkungen des Alltags sind die Folge. Regierungschef Kretschmann mahnt: Das muss jetzt wirken, sonst droht wieder der Lockdown.

 

Gesundheitsamt stellt sich auf steigende Fälle ein

Fast überall in Deutschland steigt die Zahl der an Corona Infizierten aktuell wieder stark an. Obwohl die Zahlen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Karlsruhe noch deutlich unterhalb des Schwellenwerts von 50 und auch des Warnwertes von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohnern liegen, stellt sich das Gesundheitsamt nun auf weiter steigende Zahlen ein, wird in einer Presseerklärung informiert.

Auf welche Maßnahmen sich die Bevölkerung einstellen muss, erklärte Karlsruhes Landrat Dr. Christoph Schnaudigel gemeinsam mit Gesundheitsdezernenten Knut Bühler und dem Leiter des Gesundheitsamts Dr. Peter Friebel sowie seinem Stellvertreter Dr. Ulrich Wagner am Freitag, den 16. Oktober 2020.

 

„Erreichen den Warnschwellenwert in wenigen Tagen“

„Wenn sich die Infektionszahlen so weiterentwickeln, erreichen wir den Warnschwellenwert in wenigen Tagen“, sagte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel ganz deutlich. Um darauf vorbereitet zu sein, hat sich das Gesundheitsamt schon im Vorfeld breiter aufgestellt und zusätzlich 40 Personalstellen geschaffen.

Das neu gebildete COVID-19-Sachgebiet unterstützt bei Bedarf und flexibel 80 speziell geschulte Mitarbeiter aus anderen Bereichen. Zudem wurden von der Bundeswehr zehn Soldaten angefordert, die wohl Mitte nächster Woche bei der Kontaktpersonennachverfolgung mithelfen werden.

In diesem Bereich fällt demnach auch absehbar die meiste Arbeit an: „So gilt es zum Beispiel bei Infektionen in Schulen regelmäßig ganze Klassen in Quarantäne zu schicken. Ging es noch vor wenigen Wochen um 300 bis 400 Kontaktpersonen, stieg diese Zahl in der vergangenen Woche auf über 1300. In der aktuellen Woche wurde diese Zahl bereits am Donnerstag übertroffen“, so Erster Landesbeamter Knut Bühler.

Ab Montag, den 19. Oktober 2020 arbeitet dann die komplette Kreisverwaltung erneut im Krisenstab-Modus – was bedeutet, dass auch unter hohem Druck Entscheidungen schnell getroffen und mit vereinten Kräften umgesetzt werden können, geht aus der Pressemitteilung hervor.

 

Steigende Corona-Zahlen – diese Regelungen wird es geben

Zu den Regelungen, auf die sich die Bundeskanzlerin und die Länderchefs geeinigt haben gehört eine Maskenpflicht – ab der Inzidenz 35 – im öffentlichen Raum (überall dort, wo enger oder andauernder Kontakt zu anderen herrscht). Feiern im öffentlichen Raum dürfen maximal 25 Teilnehmer, im privaten Raum höchstens 15 Teilnehmer haben. Für die Gastronomie können die Ordnungsämter Sperrstunden verhängen und weitere Auflagen und Kontrollen vornehmen, bei Veranstaltungen können die Teilnehmerzahlen begrenzt werden.

Ab der Inzidenz 50 gilt außerdem eine erweiterte Maskenpflicht und Veranstaltungen dürfen dann maximal 100 Teilnehmer haben, sofern ein abgestimmtes Hygienekonzept vorliegt. Bei Feiern im öffentlichen Raum sind maximal zehn Teilnehmer erlaubt, die gleiche Zahl gilt auch bei Feiern im privaten Raum, wobei hier nur Personen aus maximal zwei Hausständen zusammenkommen dürfen! Für die Gastronomie gilt ab 23:00 Uhr die Sperrstunde sowie ein Außenabgabeverbot von Alkohol.

 

Neujahrsempfänge & Weihnachtsmärkte auf dem Prüfstand

„Wir raten allen Gemeinden, ihre Planungen für Veranstaltungen wie Neujahrsempfänge oder auch Weihnachtsmärkte auf den Prüfstand zu stellen“, sagte der Leiter der Infektionsschutzabteilung Dr. Ulrich Wagner. „Überall wo eng zusammengestanden wird und laut gesprochen werden muss, um sich verständlich zu machen steigt das Infektionsrisiko enorm.“ Glühweinstände bezeichnete Wagner „als Ballungsräume und potenzielle Hotspots“.

„Ob die Infektionszahlen weiter steigen, hat jeder von uns selbst in der Hand. Wer sich an die einfachen AHA-Maßnahmen Abstand – Hygiene – Alltagsmaske hält und sorgsam im Umgang mit den eigenen sozialen Kontakten ist, tut ein Maximum, um Ansteckungen zu vermeiden“, appellierte zudem  Dr. Peter Friebel Leiter des Gesundheitsamts.

 

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