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Daimler Truck: Lage in Wörth bessert sich – keine Kurzarbeit im November

News Daimler Truck: Lage in Wörth bessert sich – keine Kurzarbeit im November

Quelle: Uli Deck/dpa
dpa

Daimler Truck trifft die Konjunkturkrise hart. Kurzarbeit ist in Wörth ein Thema. Für November sieht es nicht mehr ganz so düster aus – wie geht es weiter?

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck will im November im Werk im rheinland-pfälzischen Wörth ohne Kurzarbeit auskommen. Man sehe aktuell ein Produktionsprogramm, welches ermögliche, ohne Kurzarbeitstage zu planen, teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Leinfelden-Echterdingen mit. In Wörth, dem größten Werk des Nutzfahrzeugherstellers in Deutschland, waren im September und Oktober rund 50 Prozent der Beschäftigten für einige Tage in Kurzarbeit. Die genaue Zahl nannte die Sprecherin nicht. Der gesamte Standort mit allen Bereichen zählt rund 10.000 Beschäftigte. «An allen anderen Daimler Truck-Standorten gab es keine Kurzarbeit und ist aktuell keine Kurzarbeit absehbar.»

Der Nutzfahrzeughersteller kämpft infolge der Konjunkturkrise aktuell mit einer Nachfrageschwäche. Die Sprecherin sagte: «Um auf das zyklische Nutzfahrzeuggeschäft reagieren zu können, nutzen wir seit jeher diverse Flexibilitätsinstrumente.» Neben der flexiblen Anpassung der Fahrweise in der Produktion, unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen und variablen Arbeitszeitkonten, sei auch die Kurzarbeit ein notwendiges Instrument der Beschäftigungssicherung in einer angespannten wirtschaftlichen Situation.

Daimler Truck ist nach eigenen Angaben weltweit einer der größten Nutzfahrzeughersteller und beschäftigt mehr als 100.000 Menschen. In den USA führt der Konzern unter anderem die Marken Freightliner und Western Star. Die Produktpalette des Herstellers umfasst leichte, mittelschwere und schwere Lkw.

Seit kurzem steht Karin Radström an der Spitze des Unternehmens. Bei der Vorstellung der Managerin hatte Aufsichtsratschef Joe Kaeser den Wettbewerbern den Kampf angesagt. «Mittel- bis langfristig wollen wir nicht nur der größte Truck-Anbieter der westlichen Welt sein», sondern auch bei der Marge führend, sagte er. Es gebe keinen Grund, weshalb Daimler Truck absehbar hinter anderen Anbietern zurückstehen sollte. Kaeser verwies auf die operative Marge einiger Wettbewerber von bis zu 15 Prozent. Ob das aber auch in den kommenden Jahren die Zielmarke sei, ließ er offen. Daimler Truck strebt im laufenden Jahr vor Zinsen und Steuern 8 bis 9,5 Prozent an.

Unterdessen berichtete die «Südwest Presse» unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass Mercedes-Benz Teile seiner Belegschaft in Sindelfingen vorzeitig in den Weihnachtsurlaub schicken will, und zwar bereits ab dem 16. Dezember. Das Werk in Sindelfingen ist nicht nur eines der größten Werke des Unternehmens weltweit, sondern auch ein zentrales Kompetenzzentrum für die Fertigung von Premiumfahrzeugen. Dort werden unter anderem die S-Klasse, die E-Klasse sowie verschiedene Modelle der Mercedes-Benz EQ-Reihe produziert.

Zudem ist das Werk ein wichtiger Standort für Forschung und Entwicklung innerhalb des Konzerns. Eine Mercedes-Sprecherin erklärte, in den deutschen Mercedes-Benz Werken sei aktuell geplant, dass die Winter-Betriebsruhe 2024/2025, wie in den Vorjahren in der Regel bis zu drei Wochen betrage, wobei die Start- und Endtermine von Standort zu Standort differierten. «Die genauen Zeiträume wurden noch nicht festgelegt.»

 

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