News aus der Fächerstadt
Denkmalschutz spielt mit: Photovoltaik-Anlage auf Karlsruher Hauptfriedhof erweitert

News aus der Fächerstadt Denkmalschutz spielt mit: Photovoltaik-Anlage auf Karlsruher Hauptfriedhof erweitert

Quelle: Melanie Hofheinz

Am Mittwoch, 23. August 2023, wurden auf dem Karlsruher Hauptfriedhof neue Photovoltaik-Anlagen im Rahmen des städtischen Klimaschutzkonzepts vorgestellt. Die Anlagen befinden sich unter anderem auch auf dem Dach des denkmalgeschützten Campo Santo.

Mehr PV-Anlagen für Klimaschutz-Ziel

Die Photovoltaik (PV)-Anlagen auf dem Karlsruher Hauptfriedhof werden aktuell erweitert. Dies geschieht im Rahmen des Karlsruher Klimaschutzkonzepts. „Im Klimaschutzkonzept steht, dass wir unsere Co2-Emissionen bis 2030, im Vergleich zu 2010, um etwa 60 Prozent und mehr reduzieren wollen“, erklärte Bürgermeisterin Bettina Lisbach während eines Pressetermins am Hauptfriedhof.

Um dieses Ziel zu erreichen, sei „richtig viel Anstrengung notwendig“: „Ein ganz wichtiger Baustein ist die Energiewende. Das heißt einmal effizienter mit Energien umzugehen, aber dann eben auch der Ausbau der erneuerbaren Energien“, so Lisbach weiter.

 

Monika Wilkens, Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur, Bürgermeisterin Bettina Lisbach, Philipp Daxberger, Geschäftsführer bei Gartner Elektrotechnik und Matthäus Vogel, Leiter des Friedhofs- und Bestattungsamts (v.l.) | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Erste PV-Anlagen wurden 2015 realisiert

Das Friedhofs- und Bestattungsamt in Karlsruhe engagiere sich in „vorbildlicher Weise“ für den Klimaschutz: So wurden 2015 auf dem Hauptfriedhof die ersten Photovoltaikanlagen – auf dem Sozial- und Betriebsgebäude und dem Krematorium –  insgesamt 80 kWp installiert. 2021 wurden PV-Anlagen auf den Aussegnungshallen in Neureut und Oberreut gebaut.

Nun folgen weitere PV-Anlagen auf dem Flachdach des Info-Centers, auf dem Trapezdach des Sarglagers und auf dem Dach des Campo Santo:. „Wir haben hier eine Sammlung an Gebäuden auf dem Hauptfriedhof – aber beim Campo Santo mit der Hauptkapelle haben wir es mit einem denkmalgeschützten Ensemble zu tun“, erklärt Matthäus Vogel, Leiter des Friedhofs- und Bestattungsamts.

 

Campo Santo auf dem Hauptfriedhof. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Denkmalschutz: Diskussionen & Kompromiss

Bevor die PV-Anlage auf dem Dach des Westflügels des Campo Santo realisiert werden konnte, gab es schwierige Diskussionen mit dem Denkmalschutz. „Die wollten auf dem Campo Santo eigentlich gar nichts mit PV machen. Da hat sich allerdings mittlerweile viel verändert und der landesweite Denkmalschutz ist offener für den Ausbau erneuerbarer Energien geworden“, schildert Lisbach.

„Nach ein paar Anläufen haben wir es jetzt geschafft, dass hier das Denkmalamt grünes Licht für eine PV-Anlage gegeben hat, zumindest einen Teil der Flächen zu belegen“, so Vogel weiter. Der Kompromiss: Die direkt einsehbaren Flächen werden ausgespart. PV kommt nur auf nicht direkt einsehbaren Flächen, wie nun auf den Westflügel und später noch den Ostflügel.

 

Die neue PV-Anlage auf dem Dach des Campo Santo. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

74.000 Kilowattstunden pro Jahr Solarstrom

Durch die neuen PV-Anlagen des Hauptfriedhofs werden etwa 74.000 Kilowattstunden pro Jahr Solarstrom erzeugt, damit soll zu großen Teilen der Eigenstrombedarf für Kühlung, Beleuchtung, Verwaltung sowie Elektrofahrzeuge, gedeckt werden.

Der Überschuss soll in das Stromnetz eingespeist werden. „Die aktuell installierten Anlagen tragen mit 36.000 Tonnen zur CO₂-Vermeidung bei und das wird dann künftig in etwa verdoppelt“, erklärt Bügermeisterin Lisbach. Weitere PV-Anlagen auf den Außenstandorten des Friedhofs- und Bestattungsamtes, unter anderem in Durlach-Aue und Wolfartsweier, seien bereits ausgeschrieben und die Umsetzung sei bis 2024 geplant.

 

PV-Anlage auf dem Hauptfriedhofsgebäude. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Aktuelle Energie-Einsparung im Krematorium

In Zeiten der Energiekrise wird auch beim Hauptfriedhof, insbesondere auf den Verbrauch von Gas geachtet. „Das Krematorium ist ein großer Gasverbraucher und für rund 50 Prozent des Energieverbrauchs beim Friedhofs- und Bestattungsamt verantwortlich“, erklärt Lisbach weiter.

Um diesem Verbrauch zu reduzieren, wurde die eigentliche Mindesttemperatur von 850 auf 750 Grad gesenkt. Dies sei durch eine temporäre Genehmigung bis Ende 2023 möglich. Die Energie-Einsparung liege bei rund 45 Prozent. Daher strebe man eine langfristige Zulassung an. Auch eine Umstellung des Krematoriums auf einen Elektrobetrieb sei in Zukunft denkbar, so Lisbach.

 

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