News
Deutsches Rotes Kreuz: Blutkonserven nahezu aufgebraucht – Appell zum Spenden

News Deutsches Rotes Kreuz: Blutkonserven nahezu aufgebraucht – Appell zum Spenden

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
dpa

Tausende Blutkonserven sind täglich nötig, um Leben zu retten. Eis, Schnee, Ferienzeit und eine Infektwelle haben den Bestand dramatisch sinken lassen, erklärt der DRK-Blutspendedienst.

Wegen Ferienzeit, Winterwetter und Infektwelle sind die Blutkonserven in Baden-Württemberg und Hessen dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zufolge nahezu aufgebraucht. Derzeit kämen mehrere ungünstige Umstände zusammen, die die routinierten Spender und Spenderinnen abhielten, teilt der DRK-Blutspendedienst für die beiden Bundesländer mit.

Die aktuelle Versorgungslage sei angespannt und drohe sich weiter zu verschärfen. Bereits mehrere Tage infolge, an denen es nicht genügend Blutspenden gebe, wirkten sich unmittelbar auf die Versorgung aus.

Aktuell reichten die Lagerbestände nur noch knapp zwei Tage – notwendig seien aber vier bis fünf Tage, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten dauerhaft und stabil sicherzustellen.

Eine Stunde pro Spende

«Wir bitten daher all diejenigen, die sich gesund fühlen, dringend in den nächsten Tagen Blut spenden zu gehen», sagt Sprecherin Norah Löhlein. Für eine Vollblutspende benötige man nur etwa eine Stunde Zeit. Jede Spende zähle. Besonders benötigt würden aktuell die Blutgruppen A-, 0- und 0+.

Alleine in Hessen und Baden-Württemberg würden täglich rund 3.000 Blutkonserven benötigt, um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten. Schon wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft könnten entscheidend dazu beitragen, die Lage zu entspannen. Der DRK-Blutspendedienst sichert nach eigenen Angaben 85 Prozent der Versorgung mit Blutprodukten in Baden-Württemberg und Hessen ab.

 

Weitere Nachrichten

Warum Baden im Rhein auch bei Niedrigwasser gefährlich ist

Fachleute warnen eindringlich davor. Was das Baden im Rhein lebensgefährlich macht.

Krankenkassen informieren: Mehr Behandlungsfehler in Baden-Württemberg gemeldet

Mehr Menschen in Baden-Württemberg beanstanden Behandlungsfehler – doch eine Expertin befürchtet: Die Dunkelziffer könnte noch deutlich höher sein.

Agrarministerin Gentges warnt: Ernteausfälle betreffen alle Verbraucher

Weniger Mehl, teureres Brot? Warum die Trockenheit in Baden-Württemberg nicht nur Bauern trifft – und was Agrarministerin Gentges jetzt schon Sorgen macht.

Neue Fußfessel-Regeln: Was sie leisten kann - und was nicht

Mit der elektronischen Fußfessel will Baden-Württemberg Opfer von Gewalt besser schützen. Was das neue Gesetz vorsieht – und wo die Grenzen der Technik liegen.

Arbeitsmarkt im Südwesten kommt nicht in Schwung

Trotz leicht sinkender Zahlen bleibt der Arbeitsmarkt im Baden-Württemberg unter Druck. Viele Unternehmen zögern mit Neueinstellungen - und die Zahl der Arbeitslosen liegt weiter über dem Vorjahr.

Nach Küken-Drama: Wieder Fischadler-Nachwuchs in Baden-Württemberg

Nach dem Verlust der Eier im Vorjahr gibt es nun wieder Nachwuchs beim einzigen Fischadlerpaar im Südwesten. Zwei Küken wurden beringt – und die Aktion von den Eltern aufmerksam beobachtet.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.