News
Eindämmung der Lichtverschmutzung in Karlsruhe: Informationen & Hinweise

News Eindämmung der Lichtverschmutzung in Karlsruhe: Informationen & Hinweise

Quelle: Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt, Stephan Gehrlein

Zu viel künstliches Licht ist schädlich für die Biodiversität. Denn künstliches Licht zieht nachtaktive Insekten an – auch weitere nachtaktive Tiere wie Fledermäuse, Igel, Amphibien oder Eulen können massiv von zu starker Beleuchtung gestört werden.

Die Lichtverschmutzung in Karlsruhe

Wenn die Nacht durch künstliche Lichtquellen erhellt wird und deren Licht in der Atmosphäre gestreut wird, spricht man von Lichtverschmutzung.

Wie die Stadt Karlsruhe informiert, rühe ein großer Teil der Lichtverschmutzung von schlecht konstruierten oder ineffektiv installierten Lichtquellen.

 

Zu viel künstliches Licht ist schädlich

Zu viel künstliches Licht ist schädlich für die Biodiversität:

  • Künstliches Licht zieht nachtaktive Insekten an. Sie umkreisen die Lichtquellen bis zur Erschöpfung und haben so keine Reserven mehr zur Fortpflanzung. Sie verbrennen an heißen Leuchten oder werden direkt von angelockten Fressfeinden gefressen.
  • Der sogenannte Staubsaugereffekt zieht zudem aus natürlichen dunklen Bereichen die Insekten an. Dort stehen sie dann nicht mehr als Nahrungsquelle für andere Tierarten zur Verfügung.
  • Lichtempfindliche Tiere, wie Fledermäuse und ein Großteil der Insekten finden häufig weniger zu fressen und müssen weitere Wege in Kauf nehmen, im schlimmsten Fall verhungern sie.
  • Andere nachtaktive Tiere wie Fledermäuse, Igel, Amphibien, Eulen und auch Fische und Zugvögel können massiv von zu starker Beleuchtung gestört werden. Sie werden geblendet, vertrieben, umgeleitet oder können sich nicht mehr orientieren.
  • Kunstlicht unterdrückt außerdem die Bildung des Schlafhormons Melatonin und kann den Hormonhaushalt stören. Es kommt zu Verzerrungen der Aktivitätszeiten, die innere Uhr wird „verstellt“.
  • Auch Pflanzen können in ihrem Wachstumszyklus beeinflusst werden. Sie werfen ihre Blätter bei künstlicher Beleuchtung später oder gar nicht ab und sind dadurch anfälliger für Frostschäden.

 

Verringerung der Lichtverschmutzung

Die Energieeinsparverordnung und Bundesimmissionsschutzgesetz trage zur Verringerung unnötiger Lichtverschmutzung bei. Laut Naturschutzgesetz Baden-Württemberg müsse künstliche Beleuchtungen im Außenbereich vermieden und die Auswirkungen auf Insekten überprüft werden, erklärt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung.

Fassadenbeleuchtungen seien durch vorgegebene Nutzungszeiträume stark eingeschränkt. Das bedeute: die Beleuchtung von Fassaden stelle einen Verstoß gegen das Naturschutzgesetz Baden-Württemberg dar, sofern sie im Sommerhalbjahr oder im Winterhalbjahr nach 22:00 Uhr und bis 06:00 Uhr erfolge.

Im Außenbereich seien Himmelsstrahler verboten und Werbeanlagen stark eingeschränkt. Außerdem müssten neue Beleuchtungsanlagen an öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen insektenschonend ausgestattet sein und bestehende bis 2030 umgerüstet werden, heißt es.

 

Das kann man gegen Lichtverschmutzung tun

Jeder könne seinen Teil zur Eindämmung der Lichtverschmutzung und so zum Schutz der Biodiversität beitragen, teilt die Stadt weiter mit.

Denn Künstliches Licht sollte nur so wenig wie möglich und so viel wie nötig eingesetzt werden. Das spare nicht nur Energie, sondern schone auch die Umwelt:

  • Nur zielgerichtete, nach unten ausgerichtete Beleuchtungen und nach oben abgeschirmte Leuchten nutzen.
  • Leuchtstärke reduzieren
  • Lichtpunkthöhe so niedrig wie möglich halten
  • Bewegungsmelder, Zeitschaltuhren oder dimmbare Beleuchtung nutzen
  • Insektenschonende Leuchtmittel wie LED mit geringem UV-/Blaulichtanteil und Farbtemperaturen bis maximal 3.000 Kelvin (warmweiß) nutzen.
  • Insektenschonende Leuchtgehäuse einsetzen, die gegen das Eindringen von Insekten staubdicht verschlossen sind und Oberflächentemperaturen von 40°C nicht übersteigen
  • Keine Bäume, Wiesen, Teiche oder Fassaden beleuchten
  • Bei Dunkelheit Rollläden, Fensterläden oder Jalousien schließen
  • Bei Nichtgebrauch Licht ausschalten

 

Weitere Nachrichten

Helau! Alle Informationen zum 92. Karlsruher Fastnachtsumzug

"Karlsruh‘ - mir hänn Fastnacht im Herz!" so lautet das Motto des Karlsruher Fastnachtsumzugs, der traditionell am Fastnachtsdienstag, 17. Februar 2026, durch die Karlsruher Innenstadt zieht. Bereits zum 92. Mal wird der Fastnachtsumzug veranstaltet.

70. Durlacher Fastnachtsumzug: Alle Informationen im Überblick

"Bei uns in Durlach gilt die Devise: Die Fastnacht kennt keine Krise!" Unter diesem Motto findet am Sonntag, 15. Februar 2026, der Durlacher Fastnachtsumzug statt. Bereits zum 70. Mal wird das bunte Treiben im Karlsruher Stadtteil veranstaltet.

Ticketpreise steigen: Karlsruher Verkehrsverbund passt Tarife ab August 2026 an

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) passt seine Tarife zum 01. August 2026 um 4,81 Prozent an. Diesen Beschluss fasste der Aufsichtsrat des KVV in seiner jüngsten Sitzung. Der KVV reagiere damit auf die gestiegenen Betriebskosten, wird mitgeteilt.

Stadt Karlsruhe mit Stellenbesetzungssperre: Entscheidung über Haushaltssperre im März

Mit einer Sofortmaßnahme reagiert die Stadt Karlsruhe auf einen drastischen Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen, das geht aus einer Pressemeldung hervor. "Wir brauchen eine Vollbremsung auf der Ausgabenseite", sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

Stadtwerke Karlsruhe gewinnen "German Design Award 2026" für Imagefilm

Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH sind mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet worden. Prämiert wurde der neue Imagefilm "Wir kümmern uns um (fast) alles" in der Kategorie „Excellent Communications Design / Audiovisual“, teilt das Unternehmen mit.

Wasserstand abgesunken: Feuerwehr hilft Eisbären im Zoo Karlsruhe

Bei den Eisbären im Zoo Karlsruhe ist über Nacht der Wasserstand im Tiefbecken aus bislang ungeklärter Ursache abgesunken. Der Wasserstand war glücklicherweise so tief, dass Nuka und MiKa stehen konnten. Die Feuerwehr Karlsruhe kam schnell zur Hilfe!



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.