News aus Baden-Württemberg
EnBW-Chef: Verbraucher sollten nicht für Netzausbau zahlen

News aus Baden-Württemberg EnBW-Chef: Verbraucher sollten nicht für Netzausbau zahlen

Quelle: Marijan Murat
dpa

Verbraucher sollten aus Sicht des Energiekonzerns EnBW nicht die Kosten für Ausbau und Sanierung der Stromnetze schultern müssen.

Das sei nicht die Aufgabe des Steuerzahlers, sagte EnBW-Chef Frank Mastiaux am Mittwoch bei der Online-Hauptversammlung des Karlsruher Versorgers.

Zwar sei angesichts der nötigen Arbeiten und den damit verbundenen Kosten in den kommenden Jahren ein Anstieg der durchschnittlichen Netzentgelte zu erwarten, so Mastiaux. Die Folgen seien aber auch von politischen Entscheidungen der neuen Bundesregierung abhängig. «Aus Verbrauchersicht muss es daher nicht zu einer Kostenlawine kommen.»

Auch Konsequenzen für die EnBW aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Nachbesserungen beim Klimaschutz seien noch nicht absehbar, sagte der Konzernchef. Die Klimaziele dürften nachgeschärft werden, aber dies mache der Gesetzgeber voraussichtlich nicht mit Blick auf die individuellen Ziele einzelner Unternehmen.

Die EnBW baut ihr Geschäftsfeld seit Jahren um, weg von Kohle- und Atomstrom hin zu erneuerbaren Energien. Deutliche Zuwächse von 8 bis 15 Prozent erwartet der Konzern in diesem Jahr deshalb vor allem im Geschäftsfeld «Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur». Mastiaux stellte hier einen Ergebnisbeitrag von 1,38 bis 1,48 Milliarden Euro in Aussicht. «Dabei wird der größte Teil mit etwa 900 Millionen Euro auf die erneuerbaren Energien entfallen.»

 

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