Nachrichten
Forschende in Karlsruhe testen Raubmilben als Tomatenschutz

Nachrichten Forschende in Karlsruhe testen Raubmilben als Tomatenschutz

Quelle: picture alliance / dpa
dpa

Tomaten sind im Südwesten beliebt – aber bedroht von Rostmilben. Zwei heimische Raubmilben-Arten könnten jetzt zum überraschenden Retter werden. Was steckt hinter dem Test?

Um die beliebten Tomaten vor gefräßigen Schädlingen zu schützen, haben Forschende unter anderem in Karlsruhe nach neuen Möglichkeiten gesucht. Dabei ging es um den Kampf gegen Tomaten-Rostmilben, die ganze Tomatenbestände befallen und sich etwa in Gewächshäusern rasant ausbreiten können.

Neben der Tomaten-Miniermotte gelten sie als bedeutendster tierischer Schaderreger bei Tomaten. Gerade im Bioanbau seien sie ein Problem, weil effektive Schutzmaßnahmen bislang fehlten, erklärte Lukas Bächlin vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg in Karlsruhe.

Die Forschenden dort nahmen zwei Raubmilben-Arten ins Visier, die bis dahin bei der Suche nach Gegenmaßnahmen kaum berücksichtigt wurden. Sie kommen laut Bächlin natürlicherweise in Deutschland vor und auch mit trockenerer Luft zurecht. «Jetzt muss man gucken, ob sich das in größerem Stil anwenden lässt», sagte er. Es gebe Firmen, die Nützlinge vertreiben – darunter fielen aber die nun untersuchten Raubmilben noch nicht.

Tonnenweise Tomaten im Südwesten

In Baden-Württemberg wurden im vergangenen Jahr laut dem Statistischen Landesamt auf 67 Hektar Tomaten unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen angebaut. Die Erntemenge habe gut 11.000 Tonnen betragen. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 wurden auf 73 Hektar den Angaben nach rund 9.600 Tonnen Tomaten geerntet.

Zudem wurden damals laut der Behörde fast 152.000 Tonnen importiert. 2025 seien es nach vorläufigen Zahlen mehr als 97.000 Tonnen gewesen. Hauptherkunftsländer waren den Daten zufolge Spanien, die Niederlande und Belgien. Die Statistik erfasst dabei auf Bundesländerebene im Import die Zielregion, in der die eingehenden Waren voraussichtlich verbleiben sollen. Zum Pro-Kopf-Verbrauch lägen keine Informationen vor, teilte ein Sprecher mit.

 

Weitere Nachrichten

Justizministerkonferenz: Paragraf zur Politikerbeleidigung soll eingeschränkt werden

Hass im Netz, Attacken vor Ort: Das Strafgesetzbuch schützt Politiker vor Beleidigungen und übler Nachrede. Geht es nach der Justizministerkonferenz, aber bald nicht mehr alle.

Bis zu 100 Kilogramm: Das ist die neue Lastendrohne der Bergwacht Schwarzwald

Schwere Ausrüstung durch unwegsames Gelände zu transportieren gehört zum Alltag der Bergwacht. Eine neue Anschaffung erleichtert in dieser Hinsicht nun einiges.

Pilotprojekt in Karlsruhe: Alte in Armut - Wie gesunde Ernährung gesichert werden kann

Jede fünfte Person ab 65 lebt in Armut. Ein Pilotprojekt in Karlsruhe will mit warmen Mahlzeiten und Beratung gegensteuern. Was steckt hinter dem «sozialen Rezept» und was bringt es den Betroffenen?

Letzte Chance: So viel kostet Spargel zum Saisonende

Am 24. Juni endet traditionell die Saison für den deutschen Spargel. Im Mai erreichten die Preise die Tiefphase der Saison. Wie es nun zum Ende hin aussieht.

Sieben Brände an einem Tag: Jugendlicher soll mehrere Brände in Bretten gelegt haben

Ein 16-Jähriger gesteht, in Bretten sieben Brände gelegt zu haben. Die Feuerwehr kann Schlimmeres verhindern. Jetzt droht dem Jugendlichen eine Anzeige.

Zeugen gesucht: Unbekannte schießen mit Soft-Air-Waffe aus Auto auf Menschen in Bruchsal

Plötzlich fliegen Soft-Air-Kugeln aus dem Fenster: In Bruchsal trifft es einen 13-Jährigen und einen Senior. Die Polizei sucht Zeugen – und ein weißes Auto.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.