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Fuchur ist zurück: Warum die Hoffnung auf mehr Fischadler-Nachwuchs in Rastatt wächst

News Fuchur ist zurück: Warum die Hoffnung auf mehr Fischadler-Nachwuchs in Rastatt wächst

Quelle: Jürgen Dreher/Nabu Baden-Württemberg/dpa

Sie heißt wie der Glücksdrache aus «Die unendliche Geschichte»: Fuchur ist zurück in Baden-Württemberg. Was das aus Sicht von Vogelfachleuten bedeuten kann.

Das 2024 geborene Fischadler-Weibchen Fuchur ist zurück am Oberrhein – und könnte die hierzulande einst ausgerottete Art beflügeln. «Für unsere Population in Baden-Württemberg könnte die Rückkehr von Fuchur der Durchbruch sein», sagte Daniel Schmidt-Rothmund vom Naturschutzbund (Nabu) Baden-Württemberg. «Wenn der junge Adler im zeitigen Frühjahr 2027 wohlbehalten aus Afrika zurück ist, wird es spannend.»

 

Hoffnung auf Nachwuchs

Die Chancen, einen passenden Partner in der Region zu finden, stehen den Angaben nach gut: Während des Vogelzugs im Frühjahr dürften viele Fischadler auf der Rückreise im nordbadischen Naturschutzgebiet Saalbachniederung rasten. Und genau hier wurde der Adler aktuell mehrfach gesehen. Es sei deshalb sehr wahrscheinlich, dass Fuchur auch in den kommenden Jahren immer wieder hier herkommen wird, erklärte der Ornithologe.

Das mehre die Hoffnung, dass es ein weiteres Brutpaar in Baden-Württemberg und noch mehr Nachwuchs geben könnte, sagte Schmidt-Rothmund. Denn bei Fischadlern wählten Weibchen den Nistplatz aus.

 

Lange verschollen

Fuchur war 2024 mit Artax und Luna geschlüpft. Die drei waren der zweite Nachwuchs von Mama Chronos und Papa Kepler. Im Jahr 2023 brütete mit den aus Sachsen-Anhalt stammenden Eltern nach mehr als 115 Jahren erstmals wieder ein Fischadlerpaar in Baden-Württemberg.

Im August 2024 war Fuchur zufällig auf einem Schnappschuss bei einer Rast im nordspanischen Ebrodelta, einem wichtigen Feuchtgebiet und Rastplatz für Vögel am westlichen Mittelmeer, entdeckt worden. Seither fehlte den Angaben zufolge von dem Vogel jede Spur. Schmidt-Rothmund setzt sich seit Jahren als Leiter des Nabu-Wiederansiedlungsprojekts für Fischadler ein.

 

Markantes Band um die Augenpartie

Fischadler werden rund 60 Zentimeter groß. Ihre Unterseite ist bis auf ein dunkles Brustband weiß, die Oberseite dunkelgraubraun. Der Kopf ist weiß mit einem dunklen Band um die Augenpartie.

Der Greifvogel frisst den Angaben zufolge ausschließlich Fische und stürzt dafür ins Gewässer. Damit ihr Gefieder beim Tauchen nicht durchnässt, pflegen die Tiere es akribisch mit Fett aus einer vergrößerten Bürzeldrüse am Schwanz.

 

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