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Fünf kühle Ausflugsziele in Baden-Württemberg während der Hitzewelle

News Fünf kühle Ausflugsziele in Baden-Württemberg während der Hitzewelle

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

Die Hitze hat den Südwesten weiter im Griff. Diese fünf Ausflugsziele bieten Erfrischung, wenn draußen die Temperaturen steigen – von kühlen Höhlen bis zu schattigen Seen.

Wenn die Sonne knallt und der Asphalt flimmert, suchen viele Menschen vor allem eines: einen Ort, an dem es ein paar Grad weniger sind. Im Südwesten gibt es davon einige, die sich mit einem Ausflug verbinden lassen. Seit dem vergangenen Sommer gibt es dafür sogar eine eigene App: «Kühle Orte in Baden-Württemberg» listet landesweit über 4.000 Einträge, von schattigen Parks über Trinkbrunnen bis zu klimatisierten Museen. Hinter dem Projekt steht die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW).

Die größte Kategorie bilden mit über 1.000 Einträgen Orte der unmittelbaren Erfrischung, unter anderem Trinkbrunnen, Nebelduschen sowie natürliche Wasserorte wie Seen und Flüsse. Doch die App listet noch weitaus mehr – etwa 666 sonnengeschützte Ausflugsziele und 556 kühle Innenräume.

Eine Auswahl von fünf Zielen über das Land verteilt:

Bärenhöhle (Schwäbische Alb)

Tief unter der Schwäbischen Alb liegt eine beliebte Schauhöhle: Die Bärenhöhle bei Sonnenbühl (Landkreis Reutlingen) ist auf rund 270 Metern Länge begehbar und besteht aus zwei ursprünglich getrennten Höhlensystemen, die heute miteinander verbunden sind. Drinnen herrschen ganzjährig etwa acht bis zehn Grad Celsius – etwas zum Überziehen ist also empfehlenswert, selbst wenn draußen die Temperaturen Richtung 35 Grad klettern. Berühmt ist die Höhle für ihre Funde von Höhlenbärknochen, die der Anlage ihren Namen gaben.

Nonnenmattweiher (Südschwarzwald)

Ein kleiner Karsee auf rund 900 Metern Höhe nahe Neuenweg im Naturpark Südschwarzwald – und ein echter Geheimtipp. Anders als der häufig überlaufene Titisee oder Schluchsee liegt der Nonnenmattweiher (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) idyllisch versteckt im Wald, umgeben von dichten Tannen und Steilhängen.

Der Weiher ist frei zugänglich, gebadet werden darf in der ausgewiesenen Badebucht auf eigene Verantwortung. Eine Besonderheit ist die auf dem Wasser schwimmende Torfinsel. Ein ausgeschilderter Rundweg führt in etwa einer Stunde um den See – weitgehend im Schatten der Bäume und mit immer wieder neuen Ausblicken auf das Wasser.

Kloster Maulbronn (Kraichgau)

Das Unesco-Welterbe in Maulbronn (Enzkreis) gilt nach eigenen Angaben als die am besten erhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen. Die rund 850 Jahre alten Mauern der ehemaligen Zisterzienserabtei sind so dick, dass sie wie eine natürliche Klimaanlage wirken – selbst an den heißesten Tagen bleibt es in den Räumen und Kreuzgängen angenehm kühl. Anschließend kann durch das ausgedehnte Klosterareal mit Brunnen, Klostersee und schattigen Innenhöfen geschlendert werden.

Felsenmeer Albstadt (Schwäbische Alb)

Im Schatten der Buchen und Tannen beim Albstädter Stadtteil Burgfelden (Zollernalbkreis) liegt ein Naturdenkmal: ein Meer aus riesigen Kalksteinblöcken, das sich vor Jahrtausenden durch Verwitterung gebildet hat. Über die moosbewachsenen Felsen führt ein Wanderweg, der besonders Familien mit Kindern Spaß macht. Die dichten Wälder ringsum sorgen für angenehme Temperaturen. Wer es ruhig mag, ist hier richtig – das Felsenmeer ist abseits der typischen Touristenpfade und selten überlaufen.

Wutachschlucht (Südschwarzwald)

Die Wutachschlucht zählt zu den eindrucksvollsten Naturlandschaften Süddeutschlands. Auf rund 33 Kilometern Länge hat sich die Wutach tief in den Schwarzwald gegraben, vorbei an steilen Felswänden, alten Buchenwäldern und kleinen Wasserfällen. Dichter Bewuchs und der ständige Bach sorgen für ein angenehmes Klima – selbst an heißen Tagen liegen die Temperaturen hier deutlich unter denen in der Rheinebene. Die Wege sind teils anspruchsvoll, festes Schuhwerk ist Pflicht.

 

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