Hier werden Fundsachen aufbewahrt
Fundbüro Karlsruhe – Etwas in der Stadt verloren?

Hier werden Fundsachen aufbewahrt Fundbüro Karlsruhe – Etwas in der Stadt verloren?

Quelle: Pixabay

Auch in Karlsruhe gehen Sachen verloren. Das Fundbüro ist die erste Adresse, um Verlorenes sicher abzugeben oder wiederzubekommen. meinKA zeigt, was mit Fundsachen passiert, wo man sich melden muss und wie man bereits online nach Verlorenem suchen kann.

Das Fundbüro – unerlässliche Institution

Etwa 1.800 Fundsachen finden jährlich den Weg ins Karlsruher Fundbüro. Diese von der Stadt betriebene und organisierte Institution ist die erste Anlaufstelle für alle, die in Karlsruhe einen Gegenstand finden und dafür sorgen wollen, dass er zu seinem Besitzer zurückfindet. Auf der anderen Seite ist das Fundbüro für alle, die etwas verloren haben, die zentrale Institution, um ihren Gegenstand wiederzubekommen.

Schnell reagieren bei Verlust

Auch, wenn kaum jemand Zeit verliert, wichtige persönliche Gegenstände wiederzubekommen, ist dennoch schnelles Reagieren gefragt. Das Fundbüro bewahrt Fundsachen ab einem Wert von 10 Euro lediglich für maximal sechs Monate auf, geringerwertige Fundsachen und Brillen nicht länger als vier bis sechs Wochen.

Fundsachenversteigerung für nicht Abgeholtes

Nicht immer schafft es das Fundbüro, Fundsachen und Besitzer wieder zusammenzubringen. Für alles, was nicht abgeholt wird, veranstaltet das Karlsruher Fundbüro eine Online-Auktion, die am 12. März stattfindet. Auf der Plattform Sonderauktionen kann nach dem Countdown-Prinzip mitgesteigert werden. Die Auktionen laufen über zehn Tage, beginnen mit hohen Einstiegspreisen und enden mit echten Schnäppchentarifen.

 

Auktion Hammer

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Vom Geldbeutel bis zum Tier: Das landet im Fundbüro

In der Eile ist der Schlüsselbund aus der Tasche gefallen, eine wichtige Karte aus dem Geldbeutel oder es wurde gleich ein ganzer Rucksack mit Smartphone und Brille nach dem Picknick im Schlossgarten vergessen? Damit möglichst wenig für immer verloren geht, gibt es das Karlsruher Fundbüro. Die Art der Gegenstände ist dabei so vielfältig wie das Leben selbst. Sehr häufig kümmert sich das Fundbüro jedoch um Fahrräder, Mofas, aber auch um Essentielles wie Schlüsselbunde und größere Summen an Bargeld. Auch Schmuckstücke nimmt das Büro an, denn diese tragen für ihren Besitzer meist noch zusätzlichen ideellen Wert, was das baldige Wiedersehen noch wichtiger macht.

Das Fundbüro ist die zentrale Anlaufstelle für alle, die einen Gegenstand in Karlsruhe finden und ihn seinem Besitzer zurückgeben möchten. Fundsachen einfach einzubehalten gebietet sich allein schon aus Gründen des Anstands nicht. Tatsächlich sind Finder jedoch auch aus rechtlichen Gründen zur Abgabe von Fundgegenständen im zuständigen Büro verpflichtet. Wer also etwas gefunden hat, bringt den Fundgegenstand zum Büro Karlsruhe, um den Fund ordnungsgemäß anzuzeigen. Hier erfolgt dann auch die Aufbewahrung des Gegenstands.

Hier gilt eine Aufbewahrungsfrist von sechs Monaten, beginnend mit dem Tag der Fundanzeige. Gegenstände, die nicht aus dem Büro abgeholt werden, gehen nach Ablauf dieser sechs Monate automatisch in den Besitz des Finders über. Dieser wird bei Fristablauf schriftlich vom Fundbüro Karlsruhe benachrichtigt. 

 

Fundtiere – ein Fall fürs Fundbüro

Nicht zuletzt finden aber auch gefundene Haustiere ihren Weg ins Fundbüro, denn rein rechtlich gesehen gelten Tiere als Dinge. Wer also einen entlaufenen Hund einfängt oder an ein anderes offensichtlich entlaufenes oder entflogenes Tier kommt, kann auch dies im Büro abgeben, indem er dort den Fund anzeigt. Hier stehen spezielle Unterbringungsmöglichkeiten für Tiere aller Art zur Verfügung, die allerdings nur zum Übergang dienen, bis die Fundtiere in ein geeignetes nahes Tierheim verlegt werden. Entlaufene oder entflogene Tiere werden in der Regel bereits von ihrem Herrchen gesucht und können daher innerhalb kurzer Zeit wieder mit ihrem Besitzer zusammengeführt werden.

Die Zeit im Tierheim ist für Fundtiere jedoch begrenzt. Nach bereits vier Wochen gelten Fundtiere als herrenlos und können an potentielle neue Besitzer weitervermittelt werden. Wer sein Haustier im Tierheim wiederfindet, kann es selbstverständlich wieder mit nach Hause nehmen. Kosten für die Unterbringung von Fundtieren entstehen dem Halter dabei nicht, dennoch sind Spenden zugunsten der anderen dort untergebrachten Tiere gerne gesehen.

 

Hund

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Schnell nachschauen: Fundsachen online suchen

Alles wird digital, auch das Fundbüro. Mit einer landkreisweit koordinierten Plattform ist es nun auch möglich, nach Fundsachen in Karlsruhe und Umgebung über das Internet zu suchen. Unter www.e-fund.eu haben Suchende einen ersten Zugriff und können ihren verlorenen Sachen auf die Spur kommen. Nach Kategorien sortiert und mit wenigen, grundlegenden Merkmalen beschrieben kann man sich hier einen Überblick verschaffen und einschätzen, ob das Verlorene bereits im Büro gelandet ist. Der persönliche Weg ins Büro ist dennoch nicht zu ersetzen, denn zum einen muss eine persönliche Identifizierung stattfinden, um Fundsachen abzuholen. Zum anderen können ganz frisch verlorene Gegenstände aber auch einfach noch nicht in der Online-Plattform gelistet sein. Auch in diesem Fall kommt man nicht um den persönlichen Gang ins Büro herum. 

 

Fundbüro der KVV – Was in der Bahn liegen blieb

In der Hektik des Ein- und Aussteigens kann es schon einmal passieren, dass eine Tasche oder ein anderer Gegenstand an der Haltestelle oder in der S-Bahn vergessen wird. Damit Fahrgäste ihre persönlichen Dinge in diesem Fall schnell und unkompliziert wieder zurückerhalten, betreibt die KVV ein eigenes Büro für Fundsachen. Die Aufbewahrungsfrist beträgt dort nur drei Monate – dennoch in aller Regel genügend Zeit, um dort nachzufragen und seinen verlorenen Gegenstand wieder zurückzubekommen.

Beim KVV-Büro können Fundsachen erst ab 11:00 Uhr des Folgetags abgeholt werden. Gegenstände, die Freitags oder Samstags verloren wurden, liegen erst ab Montag im Büro bereit. Auch bei der Art der aufbewahrten Gegenstände gibt es Unterschiede: Generell nur für zwei Monate aufbewahrt werden Winterbekleidungsstücke, also Handschuhe, Mützen und Schals, was hygienische Gründe hat. Wer in einer S-Bahn etwas verloren hat, kann auch bei der KVV eine Online-Fundsachensuche nutzen. Hierbei kann das Suchgebiet genauer eingegrenzt werden, aber auch die Kategorie der Fundsache lässt sich bestimmen. Natürlich betreiben aber sowohl die KVV als auch die anderen im Stadtgebiet operierenden Verkehrsgesellschaften jeweils eine eigene Fundstelle.

 

 

Fundbüro Karlsruhe – Hier gibt es das Wiedersehen

Das Fundbüro Karlsruhe befindet sich in der Kaiserallee 8 im Ordnungs- und Bürgeramt. Es hat an allen Wochentagen bis auf den Donnerstag zwischen 8:30 und 12:30 Uhr geöffnet. Donnerstags kann das Büro zwischen 14:00 und 17:00 Uhr besucht werden.

Manchmal kann es ganz schnell zum Wiedersehen kommen. Das ist immer dann der Fall, wenn ein Gegenstand im Büro landet, der eindeutige Identifikationsmerkmale, wie beispielsweise Name und Anschrift, besitzt. Dann erhalten Besitzer vom Büro eine Benachrichtigung zu ihrem Gegenstand und können ihn einfach abholen.

Wer beim Büro erfolgreich seinen nicht eindeutig identifizierbaren Gegenstand gefunden hat, muss einige Unterlagen vorlegen, um ihn wieder mit nach Hause nehmen zu können. Dazu gehören neben Personaldokumenten vor allem Nachweise, die das Eigentumsverhältnis belegen. Was dafür bereits ausreicht, unterscheidet sich in Abhängigkeit vom Fundgegenstand stark. Das Eigentumsverhältnis kann beispielsweise durch einen Kaufvertrag oder Kassenbeleg nachgewiesen werden. Aber auch ein vorgelegter Zweitschlüssel oder ein Foto kann Eigentümer und Gegenstand wieder zusammenbringen. Wichtig ist auch, eine detailgetreue Gegenstandsbeschreibung geben zu können, oder Detailinformationen zu unverwechselbaren, nicht offensichtlichen Merkmalen zu haben.

 

Diese Kosten können für Besitzer anfallen

Wer seinen verlorenen Gegenstand mitnehmen darf, muss die Kosten des Fundbüros zu einem gewissen Grad übernehmen. Für Fundfahrräder wird eine Mindestgebühr von 5 Euro erhoben. Gegenstände bis zu einem Wert von 500 Euro werden mit Kosten von drei Prozent des Werts belegt. Alle Fundsachen, die diesen Wert übersteigen, werden neben der Gebühr von 3 Prozent für jeden diesen Wert übersteigenden Euro mit einem weiteren Prozent Gebühr belegt. 
Ist der Gegenstand wider Erwarten nicht im Besitz des Fundbüros, kann man sich eine Negativbescheinigung ausstellen lassen. Diese ist mit den Abholgebühren identisch. Zusätzlich stellt das Büro auch Verlustbescheinigungen für die Versicherung aus, die jeweils und unabhängig vom Gegenstandswert 8 Euro kosten.

Fundsachen zum Fundbüro zu bringen lohnt sich in jedem Fall. Man hilft nicht nur jemandem dabei, einen wichtigen Gegenstand zurückzuerhalten, sondern kann sich bei erfolgreicher Zusammenführung sogar über einen Finderlohn freuen. Dieser beträgt üblicherweise bei einem Sachwert bis zu 500 Euro satte fünf Prozent. Übersteigt der Sachwert diese Grenze, klettert der Finderlohn auf 25 Euro, zu denen für jeden weiteren Euro Sachwert nochmals drei Prozent hinzukommen.

 

Karte: Hier sind die Fundbüros von Stadt und KVV

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