Aktueller Stand der Bauarbeiten in Karlsruhe
Kombilösung Karlsruhe: Autotunnel wächst immer weiter zusammen

Aktueller Stand der Bauarbeiten in Karlsruhe Kombilösung Karlsruhe: Autotunnel wächst immer weiter zusammen

Quelle: Kasig

Die Arbeiter der Kombilösung Karlsruhe trotzen den zum Teil kalten Temperaturen: Vor allem in der Kriegsstraße schreiten die Arbeiten sichtlich voran. Anders ist es naturgemäß unter der Kaiserstraße: Hier finden die Arbeiten im Verborgenen statt.

400 Tunnelmeter am Stück als Zwischenziel

Im April 2017 wurde für das Teilprojekt Kriegsstraße beim Spatenstich die erste Erde umgegraben. Mittlerweile, fast drei Jahre später, sind schon deutliche Veränderungen zu sehen. Und nicht nur das: Regelmäßig werden kleinere Etappenziele erreicht. Bis Anfang August soll zum Beispiel der Autotunnel an einer Stelle eine zusammenhängende Länge von 400 Metern haben. Das ist insofern bedeutend, als dass der Tunnel in mehreren unabhängigen Abschnitten entsteht.

Der Ablauf beim Tunnelbau in Abschnitten ist dabei immer gleich: Zunächst wird das Erdreich mit einer Weichgelsohle vorbereitet, welche das Eindringen von Grundwasser verhindern soll. Anschließend wird das Erdreich ausgehoben und dann nach dem Tunnelboden die Außenwände, die Mittelwand und die Tunneldecke betoniert.

 

Kombilösung wächst immer weiter

Das größte bisher zusammenhängende Tunnelbauwerk entsteht aktuell westlich des Ettlinger Tors bis hin zum Karlstor. In dieser Richtung ist die Röhre für den Autoverkehr auch bereits einige Meter lang, aktuell fehlt ein Stück direkt entlang des Ettlinger Tor Centers sowie am Karlstor. Doch hier sind die Bauarbeiten auch gerade erst gestartet.

Hier wird aktuell die Weichgelsohle hergestellt. In wenigen Monaten, sobald die Gleise gesperrt sind, kann auch die Erde beseite geschafft werden. Dann erst beginnt der Tunnelbau – zunächst unter einer Hilfsbrücke, damit der Bahnverkehr zumindest temporär wieder rollen kann. Gesperrt werden die Gleise dann erst wieder für den Bau der Tunneldecke. Anschließend kommen schon wieder die endgültigen Gleise auf die Oberfläche! Auch die Fußgänger bekommen hier eine temporäre Hilfsbrücke.

 

Baufortschritt Kombilösung Karlsruhe

Unter dem Karlstor wird der alte Trog zum Herstellen der Weichgelsohle durchbohrt. | Quelle: Kasig

 

Erste Bäume für den Kombilösungs-Boulevard

Auf der anderen Seite des Ettlinger Tors, in Richtung Osten, sieht es ähnlich aus: Abschnittsweise steht der Tunnel bereits, doch an einigen Stellen fehlen noch viele Tonnen Beton. Immerhin: Die alte Unterführung am Ettlinger Tor ist mittlerweile Geschichte und so kann auch in diesem Bereich der Bau des Autotunnels selbst starten.

Wer am Mendelssohnplatz in Richtung stadtauswärts unterwegs ist, sieht an der Oberfläche kaum noch etwas der Tunnelbaustelle. Hier liegt der Fokus auf den Straßenbauarbeiten in der Ludwig-Erhard-Allee. In Richtung Stadtmitte sind diese Arbeiten sogar schon erledigt, hier werden im März die 18 ersten Bäume des zukünftigen Boulevards gepflanzt!

 

Baufortschritt Kombilösung Karlsruhe

Das Portal für die unterirdische Parkhauszufahrt zum Einkaufszentrum am Ettlinger Tor steht schon. | Quelle: Kasig

 

Kabel, Verkleidung und Treppen für den Bahntunnel

Beim zweiten Teilprojekt der Kombilösung Karlsruhe, dem Bau einer schienenfreien Fußgängerzone dank eines Bahntunnels unter der Kaiserstraße mit einem Abzweig in Richtung Ettlinger Straße, geht es schon lange nicht mehr um große Mengen von Beton. Hier stehen komplexere Arbeiten an. Dazu zählt unter anderem die Verkabelung der elektrischen Einrichtungen an.

Aber es geht auch hier viel um die Optik: Alle Haltestellen erhalten helle Verkleidungen an den Wänden und der Decke. Um diese anzubringen, wurden Raumgerüste errichtet, damit die Arbeiter überhaupt an die Decke der Haltestellen kommen. Am Durlacher Tor sind die Arbeiten so weit, dass das Raumgerüst hier sogar bereits wieder abgebaut werden kann.

Zudem geht es auch in den Zwischenebenen um die Optik: Die Wände und Decken bleiben hier im „Beton-Stil“, wenn auch mit einer aufgerauten Oberfläche, die anschließend behandelt wurde, um sie so möglichst vor Verunreinigungen zu schützen. Die Treppen und Böden bestehen aus Terrazzo-Flächen, ebenfalls einer Beton-Art. Während die Treppen bereits vorgefertigt angeliefert werden, wird der Boden mit der Flüssigkeit bedeckt. Nach dem Austrocknen folgt das Abschleifen, das dem Boden dann die endgültige Optik gibt.

 

Baufortschritt Kombilösung Karlsruhe

Die Terrazzo-Auflage an einer Treppe der Haltestelle Marktplatz wird ausgerichtet. | Quelle: Kasig

Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

100%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.