News aus Baden-Württemberg
Galeria schließt sechs Filialen in Baden-Württemberg: Karstadt in Karlsruhe bleibt!

News aus Baden-Württemberg Galeria schließt sechs Filialen in Baden-Württemberg: Karstadt in Karlsruhe bleibt!

Quelle: Melanie Hofheinz
dpa

Galeria Karstadt Kaufhof setzt den Rotstift an: Deutschlandweit sollen 52 Geschäfte des Warenhausriesen schließen. In Baden-Württemberg ist jede dritte Filiale betroffen.

Auch die Galeria-Kaufhäuser in Baden-Württemberg bleiben von den Einschnitten im Filialnetz des Handelsriesen nicht verschont: Zum 31. Januar schließen die Geschäfte in Esslingen, Heidelberg (Bismarckplatz), Leonberg, Pforzheim, Reutlingen und in der Stuttgarter Eberhardstraße, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit macht jede dritte Filiale von Galeria Karstadt Kaufhof im Südwesten dicht.

Deutschlandweit sind 52 der 129 Warenhäuser betroffen. Der Gesamtbetriebsrat geht von 5000 verlorenen Arbeitsplätzen aus. Wie viele Menschen im Südwesten ihren Job verlieren, stand zunächst nicht fest. «Dies ist ein rabenschwarzer Tag», betonte der Betriebsrat.

Die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, Sabine Hagmann, rief dazu auf, die Schließung der Warenhäuser als Chance für die Innenstädte zu sehen. «Denn in jedem Ende liegt ein neuer Anfang. Wir sind uns sicher, dass an zahlreichen Standorten der entstehende Platz für neue, innovative Konzepte genutzt werden kann.»

Die zwölf Häuser in Freiburg am Bertholdsbrunnen und am Europaplatz, der Heidelberger Hauptstraße, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Lörrach, Mannheim, Offenburg, Singen, der Stuttgarter Königstraße und Ulm bleiben bestehen.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte Ende Oktober Rettung in einem Schutzschirm-Insolvenzverfahren suchen müssen. Als Gründe wurden die gestiegenen Energiepreise und die Konsumflaute genannt.

Es ist der zweite Versuch, den Handelsriesen durch ein Schutzschirmverfahren auf Erfolgskurs zu bringen. Ein erster Anlauf, der 2020 während des ersten Corona-Lockdowns gestartet worden war, hatte dem Unternehmen trotz der Schließung von rund 40 Filialen, dem Abbau von etwa 4000 Stellen und der Streichung von mehr als zwei Milliarden Euro Schulden nur vorübergehende Entlastung gebracht.

Anfang 2021 und Anfang 2022 bat der geschrumpfte Handelsriese angesichts der Pandemie um staatliche Unterstützung. Insgesamt griff der Wirtschaftsstabilisierungsfonds dem Traditionsunternehmen in zwei Hilfsaktionen mit 680 Millionen Euro unter die Arme – ohne Erfolg.

Der Sanierungsexperte Arndt Geiwitz, der auch das erste Schutzschirmverfahren begleitet hatte, zeigte sich zuletzt zuversichtlich, dass es dank des zweiten Verfahrens eine Perspektive gebe. Der Handelsriese müsse dafür kleiner und dezentraler werden.

 

Weitere Nachrichten

Landtagswahl: Fünf Gründe, warum die Wahl in Baden-Württemberg jetzt spannend wird

Auf den letzten Metern ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Erbe Kretschmanns: Die Grünen sind plötzlich fast auf Augenhöhe mit der CDU. Wie kann das sein? Und was hat das mit dem «Rehaugen»-Video zu tun?

Pilotprojekte im Regionalverkehr: Wie Bahnfahren sicherer werden soll

Mehr Präsenz im Zug: Mit Doppelbesetzungen und Bodycams wollen die Verkehrsunternehmen im Land auf körperliche Übergriffe reagieren. Nun stehen die Pilotstrecken fest.

Gefahrenabwehr: Baden-Württemberg will eigene Polizeidrohne entwickeln

Was steckt hinter dem Plan für eine eigene Hightech-Drohne – und warum ist China dabei ein Thema?

Brand in Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch Möbelgeschäft betroffen

Feuer in einer Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch ein Möbelgeschäft im Stadtteil Durlach wurde vom Brand erfasst. Die Feuerwehr hatte die Lage rasch im Griff.

Mutmaßlicher Drogendealer bunkert eine Million Euro Bargeld im Kreis Karlsruhe

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberhausen-Rheinhausen stößt die Polizei auf eine Million Euro Bargeld und Drogen. Was die Ermittler sonst noch fanden.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.