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Genetische Untersuchung zeigt: Wolf war für Ziegenrisse im Landkreis Karlsruhe verantwortlich

News Genetische Untersuchung zeigt: Wolf war für Ziegenrisse im Landkreis Karlsruhe verantwortlich

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Für die Risse von bis zu fünf Ziegen Mitte Oktober im Nordschwarzwald war nach genetischen Untersuchungen ein Wolf verantwortlich.

Vier Kadaver waren damals in Karlsbad (Kreis Karlsruhe) gefunden worden; fünf Tiere galten zunächst als vermisst, vier von ihnen tauchten später wieder auf. Die Untersuchung von Abstrichproben am Senckenberg Zentrum für Wildtiergenetik habe nun einen Wolf nachgewiesen, teilte das zuständige Umweltministerium in Stuttgart mit.

Der verantwortliche Wolf habe den sogenannten Haplotyp HW22, eine Art genetischer Marker. Tiere mit diesem Haplotyp stammen aus der Alpenpopulation oder der italienischen Population.

 

Suche nach dem Wolf

Unklar ist laut Ministerium bislang, welcher Wolf für die Risse verantwortlich ist. «Die Untersuchung von Proben ist in diesem Fall noch nicht abgeschlossen, sodass das Individuum gegebenenfalls noch ermittelt werden kann», hieß es. Im Nordschwarzwald leben derzeit zwei männliche Wölfe: Der eine mit der Bezeichnung GW852m streift im Territorium Enztal umher, der andere Wolf mit der Bezeichnung GW2672m im Territorium Hornisgrinde. Beide besitzen andere Halotypen.

Die Gemeinde Karlsbad liegt im Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald. Innerhalb eines solchen Gebietes unterstützt das Land Tierhalter dabei, für die Abwehr von Wölfen geeignete Weidezäune und Herdenschutzhunde anzuschaffen.

 

Vier Wölfe sind laut Behörde sesshaft

Wie die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg im Mai berichtete, gab es zuletzt Nachweise für vier sesshafte Wölfe im Land: einen Rüden im Grenzgebiet der Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen, die beiden Tiere im Nordschwarzwald und einen Wolf im Südschwarzwald.

In der Vergangenheit war die Zahl der sesshaften Wölfe im Land höher, einige wanderten ab oder wurden überfahren – darunter ein Welpe und später dessen Mutter. Ein Rudel gibt es aktuell nicht. Als sesshaft gilt ein Wolf, wenn sich seine Spuren über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten verfolgen lassen.

 

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