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Geruchsbelästigung: In Leonberg stinkt’s – und keiner weiß, warum

News Geruchsbelästigung: In Leonberg stinkt’s – und keiner weiß, warum

Quelle: Christoph Schmidt/dpa
dpa

Der Gestank rund um ein Industriegebiet in Leonberg ist häufig in den frühen Morgenstunden zu riechen. Nun wird es Chefsache des Oberbürgermeisters. Woher der Mief kommt, ist bislang völlig unklar.

Manche Bürger nehmen «verbranntes Gummi» wahr, andere sprechen von einem «öligen Schmiermittelgeruch» – in Leonberg (Kreis Böblingen) stinkt es rund um ein Industriegebiet seit Jahren immer wieder. Nun hat Oberbürgermeister Martin Georg Cohn (SPD) angekündigt, das Thema zur Chefsache zu machen und ein umfassendes Sofortprogramm gestartet, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

 

Erste Meldung gehen auf das Jahr 2019 zurück

Die Suche nach dem Verursacher des Gestanks erfolgt unter anderem mit Hilfe einer Drohne und mit einem Messfahrzeug der Feuerwehr Herrenberg. Bisher sei noch völlig unklar, woher der Geruch stamme, sagte eine Sprecherin der Kommune westlich von Stuttgart. Angefangen habe die Belästigung im Jahr 2019. Da habe es erste Meldungen gegeben. Seit dem Frühjahr hätten die Beschwerden zugenommen. «Meldungen gehen fast täglich ein.»

Nun soll nach den Worten von Cohn ein Stab für «außergewöhnliche Ereignisse» dem Gestank auf die Spur kommen. Die wiederholten Hinweise aus der Bevölkerung zeigten klar: Es bestehe Handlungsbedarf, wurde Cohn in einer Mitteilung der Stadt zitiert. Die störenden Gerüche werden demnach häufig in den frühen Morgenstunden wahrgenommen. Daher finden laut Mitteilung zeitgleich die Vorbereitungen gezielter Frühmessungen im Stadtgebiet statt. Ein unabhängiges Fachinstitut soll damit beauftragt werden, Luftproben zu entnehmen.

 

Bevölkerung wird um Hinweise gebeten

Außerdem sollen Hinweise aus der Bevölkerung über ein zentrales Onlineformular gesammelt und ausgewertet und Wind- und Wetterdaten genau analysiert werden. Die Kommune kündigte zugleich an, Verdachtsquellen systematisch zu überprüfen, auch des Industriegebiets.

Cohn sagte, es werde alles Mögliche getan, um die Ursache zu finden. «Ist der Verursacher gefunden, wird dieser auch die Kosten für Messungen, Analysen und Folgemaßnahmen tragen.» In Leonberg ist am 28. September Oberbürgermeisterwahl. Cohn tritt nach Angaben einer Sprecherin der Kommune nicht mehr an.

 

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