News aus Baden-Württemberg
Gottenheim bei Freiburg: Warum musste eine 14-Jährige sterben?

News aus Baden-Württemberg Gottenheim bei Freiburg: Warum musste eine 14-Jährige sterben?

Quelle: Philipp von Ditfurth
dpa

Zuerst galt sie als vermisst, dann finden Ermittler die Leiche einer 14-Jährigen in einem See. Fast 300 Kilometer von zu Hause entfernt. Was ist geschehen? Die Polizei hält sich zunächst bedeckt.

Nach über einer Woche traurige Gewissheit: Eine 14-Jährige aus Gottenheim bei Freiburg ist tot. Ihre Leiche wurde nach dpa-Informationen am Freitag fast 300 Kilometer entfernt von ihrem Heimatort in einem See im hessischen Wetteraukreis gefunden. Die Schülerin war seit dem 21. Juli vermisst worden. Warum das Mädchen sterben musste, wurde zunächst nicht bekannt. Nicht bestätigten Medieninformationen zufolge soll der mutmaßliche Täter der Polizei bekannt sein.

Die Ermittler hielten sich am Wochenende bedeckt: «Wir bitten um Verständnis, dass wir über die bisherige Pressemitteilung hinaus keine Auskunft geben können», sagte am Sonntag ein Polizeisprecher in Freiburg. Für Montag wurden weitere Informationen angekündigt.

In der Heimat der Schülerin und am weit entfernten Fundort in Hessen herrschen Trauer und Entsetzen. Das tote Mädchen wurde an einem kleinen See in einem Naturschutzgebiet der Wetterau nördlich von Frankfurt am Main gefunden, das gerne für Ausflüge genutzt wird. Nach dpa-Informationen handelt es sich um den Teufelsee.

Ein Paar ist hier am Sonntag mit Rädern unterwegs. Die beiden sind öfter hier, weil es viele Fahrradwege gibt. Dass hier nun eine Leiche gefunden wurde, macht sie fassungslos. «Erschreckend, dass das bei uns in der Nähe war», sagt die 34-jährige Frau. Ihr 53 Jahre alter Partner meint: «Was macht sie hier, wo man nicht ohne weiteres Zugang hat? Das ist eine undurchsichtige Geschichte.»

Dass es sich bei dem Leichenfund am See um die Schülerin aus Gottenheim handelt, hatte eine gerichtsmedizinische Untersuchung ergeben, wie die Polizei am Samstagabend mitteilte.

Die Jugendliche hatte am 21. Juli gegen 18.00 Uhr ihr Elternhaus verlassen und wurde seitdem vermisst. Eine große Suche der Polizei auch mit Hunden und Polizeihubschrauber brachte keine Ergebnisse. Die Ermittler waren unzähligen Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen. Auch nach möglichen Zeugen wurde gesucht. Die Kriminalpolizei hatte in alle Richtungen ermittelt.

Am Samstag dann die traurige Nachricht von der Polizei: «Die gerichtsmedizinische Untersuchung hat ergeben, dass es sich bei der im Wetteraukreis in Hessen aufgefundenen toten Person um die vermisste 14-Jährige aus Gottenheim handelt. Die Öffentlichkeitsfahndung wird zurückgenommen.»

Eine Ermittlergruppe der Kripo Freiburg arbeitet an dem Fall. Die Polizei machte am Sonntag keine weiteren Angaben und verwies auf eine Pressekonferenz am Montag in Freiburg. Medienberichte, wonach das Mädchen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein und mit dem Täter vorher Kontakt gehabt haben soll, bestätigten Staatsanwaltschaft und Polizei am Sonntag nicht.

 

Weitere Nachrichtem

Pilotprojekt: Fast tausend Übergriffe – Bahn setzt auf Bodycams mit Ton

Beschimpft, bespuckt, geschlagen: Beschäftigte im Zug erleben immer wieder Übergriffe. Können Tonaufzeichnungen helfen, Konflikte zu entschärfen und Straftaten besser aufzuklären?

"House of Yang": Neue Mystery-Serie spielt im Schwarzwald

Zeitsprünge, Geheimnisse und starke Frauen: wie das Trauma einer Familie Generationen verbindet - und warum man in diesem Haus im Schwarzwald besser keine Türen schließt.

In Regionalbahn entdeckt: Drei Katzenbabys in Zug ausgesetzt

Reisende entdecken in einem Zug mehrere ausgesetzte Kätzchen. Wer sich jetzt um die drei Tiere kümmert.

Kürbis-Wettwiegen: Sieger kommt auf 986 Kilo

Riesenkürbisse, Super-Tomaten und Mega-Melonen: In Ludwigsburg messen sich die größten Kaliber aus Deutschlands Gemüsebeeten. Wer hat das dickste Gemüse?

Halbzeit auf dem Wasen: Großer Andrang, positive Bilanz

Besonders am Tag der Deutschen Einheit zog es zeitweise zu viele Besucher auf das Cannstatter Volksfest - die Polizei sperrt mehrere Zugänge. Was Feiernde in der zweiten Woche erwartet.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.