News
Halbjahresbilanz: EnBW verdient weniger – erneuerbare Energien legen zu

News Halbjahresbilanz: EnBW verdient weniger – erneuerbare Energien legen zu

Quelle: dpa/Marijan Murat
dpa

Preisschwankungen und Trockenheit belasten das Ergebnis von EnBW. Wieso der Konzern dennoch an seiner Jahresprognose festhält.

Weniger Einnahmen unter anderem infolge des geplanten Kohleausstiegs sowie bei Laufwasserkraftwerken wegen Trockenheit belasten den Energieversorger EnBW. Der Konzernüberschuss sank in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um mehr als die Hälfte auf 223,1 Millionen Euro.

Negativ schlugen laut Halbjahresfinanzbericht auch Bewertungseffekte mancher Sicherungsgeschäfte zu Buche, die EnBW wegen Preisschwankungen vornimmt. Da diese Effekte zeitlich begrenzt seien und sich wieder umkehrten, spiegeln sie den Angaben nach nicht die wirtschaftliche Realität wider.

Für die eigene Bewertung verwendet der Karlsruher Konzern daher um solche Werte bereinigte Zahlen. Der bereinigte Konzernüberschuss, der bei EnBW für die Dividende relevant ist, sank im ersten Halbjahr 2026 zum Vorjahreszeitraum nur um knapp sechs Prozent auf 594,7 Millionen Euro.

Rückläufiges Ergebnis wie erwartet

Das bereinigte operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) – aus Unternehmenssicht eine entscheidende Größe – lag im ersten Halbjahr bei rund 2,3 Milliarden Euro und damit ebenfalls gut sechs Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Positiv wirkte sich laut Mitteilung aus, dass mehr Strom durch Wind- und Solarparks erzeugt wurde. Ein Plus verzeichnete auch der Bereich E-Mobilität.

Die Entwicklung in den ersten sechs Monaten liegt den Angaben nach im Rahmen der Erwartungen. Auch die Jahresprognose lässt der Karlsruher Konzern unverändert. Die EnBW erwartet weiter ein bereinigtes EBITDA zwischen 4,6 und 5,1 Milliarden Euro. Damit dürfte es leicht unter dem Vorjahresergebnis von knapp 5,1 Milliarden Euro liegen.

Weniger Investitionen

Die Bruttoinvestitionen gingen im ersten Halbjahr gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 um mehr als ein Fünftel auf gut 2,4 Milliarden Euro zurück. Das Geld sei vorwiegend in den Ausbau der Strom- und Gasnetze geflossen, in Windprojekte im Meer und den Bau wasserstofffähiger Gaskraftwerke. «Die EnBW befindet sich mitten im größten Investitionsprogramm ihrer Unternehmensgeschichte», erklärte Finanzvorstand Thomas Kusterer. Für das zweite Halbjahr kündigte er Investitionen von rund 4,4 Milliarden Euro an.

Mit dem Zubau von rund 540 Megawatt im ersten Halbjahr habe sich die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien seit 2018 auf rund 8 Gigawatt mehr als verdoppelt. Sie machten einen Anteil von mehr als 70 Prozent an der installierten Gesamterzeugungskapazität der EnBW aus. «Beim Ausbau der erneuerbaren Energien sind wir gut vorangekommen», sagte Kusterer.

 

Weitere Nachrichten

Ungewöhnliche Aktion! Museen können sich bewerben: 1.500 Kunstwerke zu verschenken

Das passiert auch nicht alle Tage. Mehr als 1.500 Werke des verstorbenen Kunstsammlers Christoph Müller werden verschenkt. Öffentliche Museen können sich darum jetzt bewerben.

Laut Analyse: Deutsche Autobauer verlieren weiter an Boden

Während in der Autoindustrie Zehntausende Stellen wegfallen, wächst der Unmut: Die IG Metall will am Montag an mehr als 200 Orten protestieren. Eine Analyse zeigt, wie die Autobauer dastehen.

Klimakrise bedroht Existenz von seltenem Riesenregenwurm

Er ist ein verborgener Gigant. Der extrem seltene und nur im Südschwarzwald vorkommende Badische Riesenregenwurm wird zunehmend Opfer der Klimakrise. Wie lange gibt es das Tier noch?

Schwan auf Straße, Esel grast in Garten – tierische Einsätze

Esel «Emil» büxt aus und landet im Garten einer Anwohnerin. Zudem macht ein Schwan den Straßenverkehr unsicher.

Drahtesel im Rhein: Frau angelt nach Fahrrad und löst so Polizeieinsatz aus

Mit einer ungewöhnlichen Bergungsaktion löst eine Frau einen Polizeieinsatz aus. Mehrere Notrufe gehen ein.

Nach Todesfällen: Droht Flughafen-Malaria auch im Südwesten?

Die jüngsten Todesfälle nach Flughafen-Malaria in Frankfurt sorgen für Unsicherheit. Wie Experten die Lage in Baden-Württemberg einschätzen und was es mit den eingeschleppten Mücken auf sich hat.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.