News aus Baden-Württemberg
Handy-Warnsystem: Bisher fünf Warnmeldungen über Cell Broadcast

News aus Baden-Württemberg Handy-Warnsystem: Bisher fünf Warnmeldungen über Cell Broadcast

Quelle: Thomas Frey/dpa/Archivbild
dpa

Mehr als 180 Menschen starben 2021 in Deutschland bei der Flutkatastrophe. Manch einer hätte sich vielleicht retten können, wäre er frühzeitig gewarnt worden – etwa über ein danach eingeführtes Handy-Warnsystem. Im ersten halben Jahr kam es auch schon im Südwesten zum Einsatz.

Ein halbes Jahr nach seinem Start ist das Handy-Warnsystem Cell Broadcast in Baden-Württemberg fünf Mal ausgelöst worden. Das geht aus einer Aufstellung der Mobilfunkfirma Vodafone hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das System kam im Südwesten erstmalig am 1. März wegen eines Großbrands in Mönchweiler (Schwarzwald-Baar-Kreis) zum Einsatz. Weitere Alarme gab es wegen eines Brandes in Laupheim sowie den Funden von Fliegerbomben in Karlsruhe und Plankstadt (Rhein-Neckar-Kreis).

Anlass für die Einführung von Cell Broadcast in Deutschland war die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Sommer 2021 mit mehr als 180 Toten.

Verschiedene Behörden lösen die Warnung aus, die drei Mobilfunk-Netzbetreiber Vodafone, Deutsche Telekom und O2 übermitteln sie. Bei dem hierzulande recht neuen Warnsystem werden Nachrichten wie Rundfunksignale an alle kompatiblen Geräte geschickt, die in einer Funkzelle eingebucht sind – daher der Name. Es erscheint ein Text auf dem Handy-Display, der auf eine Gefahr hinweist.

Cell Broadcast ergänzt in Deutschland bereits vorhandenen Warnkanäle – also Sirenen, TV, Rundfunk sowie Apps wie Nina und Katwarn. Seit dem 23. Februar gab es die meisten Warnungen in Nordrhein-Westfalen (38), Rheinland-Pfalz (34), Niedersachsen (20) und Hessen (19). Dass NRW und Rheinland-Pfalz mit Abstand am häufigsten auf das Warnsystem zurückgreifen, könnte an einer höheren Sensibilität der dortigen Behörden aufgrund der Flutkatastrophe liegen.

Deutschlandweit wurde Cell Broadcast Vodafone zufolge bereits 173 Mal ausgelöst. Das Spektrum der Alarmgründe ist groß. Neben Warnungen vor Brandgasen und Bombenfunden wie im Südwesten ging es unter anderem um verschmutztes Trinkwasser, Waldbrände und Starkregen. Aber auch nach Schüssen in Hamburg-Alsterdorf, wo ein Mann im März sieben Menschen tötete, waren Menschen im Umkreis des Tatort so gewarnt worden.

Laut Hendrik Roggendorf vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn ist das System bis heute technisch reibungslos gelaufen. Damit das so bleibt, ist für den 14. September ein bundesweiter Warntag geplant. Alle kompatiblen Geräte sollen an diesem Tag um 11.00 Uhr eine Nachricht bekommen, um die bundesweite Funktionsfähigkeit zu testen. Nach Schätzung von Vodafone werden dann mehr als 50 Millionen kompatible Handys schrillen.

 

Weitere Nachrichten

Weinbauverband erwartet "qualitativ hervorragenden Jahrgang"

Der Weinbauverband rechnet mit einem Spitzenjahrgang - doch die Branche steht unter Druck. Der Verband fordert politische Entlastung für die Betriebe.

Futtermangel wegen Hitze: Erste Bauern geben Tiere zum Schlachter

Winterreserven sind schon aufgebraucht, die Preise explodieren: Landwirte kämpfen mit dramatischen Folgen der Hitze. Und nicht selten greifen sie zum letzten Mittel, um ihre gesunden Tiere zu retten.

Roter Panda-Nachwuchs "Zuko" im Zoo Heidelberg

Im Zoo Heidelberg wächst wieder ein seltener Roter Panda heran. Weniger als 10.000 Exemplare seiner Art leben noch in freier Wildbahn.

Niedrigwasser in Zukunft: Was tun, wenn der Rhein zur Rinne wird?

Bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter? Sagt sich leicht, doch in Zukunft soll extremes Niedrigwasser häufiger vorkommen. Was Natur und Schifffahrt helfen kann.

Schlosslichtspiele: Warum sich jetzt ein Besuch in Karlsruhe besonders lohnt

Lichtkünstler verwandeln das Karlsruher Schloss und weitere Gebäude in beeindruckende Leinwände. Was Besucher bei den Schlosslichtspielen erwartet.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.