News aus der Fächerstadt
Heiße „Hundstage“ & tropische Nächte: Juli war zu trocken

News aus der Fächerstadt Heiße „Hundstage“ & tropische Nächte: Juli war zu trocken

Quelle: Martin Gerten

Knallig heiß am Tag, tropisch in der Nacht: Der Sommer dreht in den nächsten Tagen auf – wenn auch nur kurz. Der Juli war viel zu trocken.

Der Juli 2020 verabschiedet sich mit Hitze, aber vorerst nicht mit Rekorden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bilanzierte nach einer ersten Auswertung seiner bundesweit rund 2.000 Messstationen am Donnerstag: Der Juli 2020 war warm und sonnenscheinreich – vor allem aber erheblich zu trocken. Die heißesten Tage des Monats stehen noch bevor.

„Vor allem im Südwesten machen die Hundstage ihrem Namen vorübergehend alle Ehre“, sagte Jens Bonewitz von der Wettervorhersagezentrale.

Tagsüber wird es nun immer wärmer, und auch die Nächte bringen nicht mehr viel Abkühlung. Die Meteorologen rechnen für Freitag mit bis zu 38 Grad am südlichen Oberrhein und 31 Grad im Bergland. Im Südosten des Landes seien vom Nachmittag an Schauer und Gewitter möglich.

Die Waldbrandgefahr ist schon jetzt hoch bis sehr hoch. Auch die Landwirtschaft leidet unter der Trockenheit.

„Die Wärmebelastung ist durchaus stark und die darauffolgende Tropennacht tut ihr übriges“, sagte Bonewitz. In Tropennächten fallen die Temperaturen nicht unter 20 Grad. Das Schauer- und Gewitterrisiko steigt von Samstag an von Westen her deutlich an.

Die neue Woche startet dem DWD zufolge dann mit kühler Atlantikluft wechselhaft und mit Tages-Höchsttemperaturen zwischen 22 und 27 Grad.

Die Mitteltemperatur im Juli lag im Südwesten bei 18,8 Grad. Das Ländle war mit mehr als 285 Stunden bundesweit die sonnenscheinreichste Region. Vor allem am Oberrhein, im Kraichgau sowie in der Region um Stuttgart war es mit bis zu 320 Stunden sehr sonnig. Regen fiel dafür weniger: Mit einer Niederschlagsmenge von nahezu 40 Litern pro Quadratmeter fiel weniger als die Hälfte des vieljährigen Mittels.

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