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Hitzerekord in Baden-Württemberg möglich – Wetterwende am Sonntag

Nachrichten Hitzerekord in Baden-Württemberg möglich – Wetterwende am Sonntag

Quelle: Jens Büttner/dpa/Archivbild
dpa

Bis zu 42 Grad und tropische Nächte: Die Hitze im Südwesten hält an – fällt der Temperaturrekord? Am Sonntag rollt die Wetterwende an, mit Gewitter, Starkregen und kühleren Temperaturen.

Noch drei Tage unter der Hitzeglocke durchhalten, dann kann sich der Südwesten endlich auf Abkühlung freuen – ab Sonntagnachmittag sind niedrigere Temperaturen und auch Regen und Schauer in Sichtweite. «Die ersten Gewitter sind zwischen 16.00 und 17.00 Uhr schon zu erwarten», sagte ein Experte des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In der Nacht zum Montag folge dann eine veritable Abkühlung um etwa zehn Grad, die sich seinen Angaben zufolge über die ganze kommende Woche hinweg halten dürfte. Heißt: Nachts herrschen dann zwischen 13 und 17 Grad und am Tag «nur noch» zwischen 27 und 30 Grad.

Schwerste Unwetter möglich

Das hat aber auch Schattenseiten, wie der DWD-Experte sagte – es kann in der Nacht zu Montag lokal zu schwersten Unwettern kommen, mit 50 Litern Regen pro Quadratmeter und Stunde. «Das wäre dann die höchste Warnstufe», sagte er. Auch Großkorn-Hagel sei möglich, örtliche Überschwemmungen und schwere Sturmböen bis hin zu Orkanböen könnten im Südwesten für zusätzliche Gefahr und mindestens Unbehagen sorgen. Tagsüber gehe es dann am Montag flächendeckend mit Regen weiter, der erst am Abend abklingt. «Fast jeder in Baden-Württemberg wird nass», so der Experte.

Bis Sonntag aber Schwitzen – fällt der Temperaturrekord?

Vorher aber heißt es weiter: Schwitzen auf höchstem Niveau. Der Vorhersage zufolge bleibt es bis Sonntag sonnig und trocken. Am Freitag entstünden nachmittags zwar hoch auftürmende Quellwolken – die Schauer- und Gewitterneigung sei aber zunächst nur sehr gering. Die Temperaturen steigen demnach im Bergland auf etwa 34 Grad, in den Niederungen auf 36 bis möglicherweise sogar 41 Grad. Für die Nacht rechnet der Wetterdienst vielerorts mit tropischen Tiefstwerten zwischen 23 und 20 Grad. Nur in Oberschwaben und im Allgäu bleiben die Temperaturen darunter.

Für Samstag erwartet der DWD den Höhepunkt der Hitzewelle mit möglichen neuen Rekorden: Im Bergland und Allgäu würden um 35 Grad erreicht, sonst oft 37 bis 41 Grad, am nördlichen Oberrhein könnten es sogar 42 Grad werden. Damit wäre der bisherige Südwest-Rekord von 40,3 Grad gerissen, der in Bad Mergentheim 2022 gemessen worden war.

Auch nachts bleiben die Temperaturen hoch: In der Nacht zum Sonntag könne es erst nach Mitternacht überall unter 30 Grad abkühlen. Der Wetterdienst hält außerdem Rekorde bei den Tiefsttemperaturen für möglich: In der Früh seien 24 Grad etwa in Mannheim und 17 Grad in Pfullendorf erwartbar.

Hitzewellen mit fünf bis sechs Tagen über 30 Grad, teils sogar über 35 Grad, gibt es eigentlich eher im Juli oder August. Temperaturen von 40 Grad im Juni gab es bislang noch nie. Der bisherige Juni-Rekord für Baden-Württemberg liegt bei 38,9 Grad, aufgestellt am 30. Juni 2019 in Mannheim.

 

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