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Hitzewelle erhöht Unwettergefahr im Südwesten

Nachrichten Hitzewelle erhöht Unwettergefahr im Südwesten

Quelle: Alexander Wolf/onw-images/dpa
dpa

Bis zu 39 Grad und kaum Abkühlung: Baden-Württemberg schwitzt. Tropennächte und heftige Gewitter können zur zusätzlichen Belastung werden.

Unwetter- und Waldbrandgefahr, hohe Wärme- und UV-Belastung: Die Hitzewelle dieser Tage hat einige unschöne Seiten. Die Menschen in Baden-Württemberg müssen sich darauf einstellen, dass bis in die nächste Woche hinein Temperaturen von rund 38 Grad erreicht werden. Erst am Mittwoch dürfte es wieder etwas kühler werden, sagte Meteorologe Clemens Steiner vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Stuttgart. «Ob ein neuer Temperaturrekord erreicht wird, ist noch unklar», sagte der Experte.

Dieser liegt für den Juni bisher bei 38,9 Grad in Baden-Württemberg – gemessen am 30. Juni 2019 in Mannheim. Der höchste jemals im Monat Juni gemessene Wert deutschlandweit wurde ebenfalls 2019 vermerkt: 39,6 Grad registrierten die Wetterexperten in dem Jahr am 30. Juni in Bernburg in Sachsen-Anhalt. Die bisher höchste gemessene Temperatur im laufenden Jahr betrug 33,4 Grad in Waghäusel-Kirrlach (Landkreis Karlsruhe) am 26. Mai.

Am Montag könnten nach den aktuellen Wettermodellen vielleicht sogar 39 Grad im Südwesten erreicht werden, sagte Steiner. Ebenfalls zwischen Karlsruhe und Mannheim. «Das schwankt aber noch sehr.»

Bis Dienstag erwarten die Fachleute jedenfalls, dass jeden Tag irgendwo im Land die 38-Grad-Marke erreicht wird. «Das ist weder üblich noch extrem außergewöhnlich – aber erwähnenswert», sagte Meteorologe Steiner.

Gefahren von Sonnenbrand bis Starkregen

Damit einhergehen demnach eine steigende Wärme- und UV-Belastung. Als Schwellenwert bei Hitzewarnungen gilt für eine starke Wärmebelastung, dass die gefühlte Temperatur über etwa 32 Grad liegt und es nachts nur eine geringe Abkühlung gibt. Von extremer Wärmebelastung spricht der DWD, wenn die gefühlte Temperatur über 38 Grad liegt. Die gesundheitliche Gefahr durch UV-Strahlung gibt der Wetterdienst in weiten Teilen des Landes als sehr hoch an.

DWD-Meteorologe Marcel Schmid rät dazu, ausreichend zu trinken und leichte Kost zu sich zu nehmen. «Meiden Sie die direkte Mittags- und Nachmittagshitze und schauen Sie, dass Sie Wohnungen kühl halten und auch ihren Körper kühl halten», empfiehlt Schmid in einem YouTube-Video des DWD. Zudem rät er, die aktuelle Warnlage bezüglich der Hitze zu verfolgen.

Und auch das Unwetterpotenzial nimmt zu. Örtlich sei vor allem im Bergland – dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb – ab Freitag örtlich mit Gewittern zu rechnen, sagte Steiner. Diese können laut dem DWD auch mal mit extrem heftigem Starkregen mit 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter und zwei bis drei Zentimeter großen Hagelkörnern niederprasseln. Sturmböen inklusive.

Wo genau es derart gewittern soll, lässt sich schwer vorhersagen. «Die Schwerpunkte sind von Tag zu Tag unterschiedlich», sagte Steiner.

Nachts teils kaum Abkühlung

Der Freitag startet der Prognose zufolge verbreitet sonnig. In der zweiten Tageshälfte entstünden dann vom Bergland ausgehend Quellwolken, hieß es. Dazu könne es Schauer und Gewitter geben.

In der Nacht zum Samstag könnten örtlich Schauer, Gewitter oder gewittriger Regen auftreten. Teils sei es aber auch gering bewölkt und trocken. Gerade in manchen Städten sei eine Tropennacht wahrscheinlich – also eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt. Ähnlich sieht die Vorhersage für die Nächte auf Sonntag und Montag aus.

Am Samstag soll es zum Tagesbeginn noch örtliche Schauer geben, im weiteren Verlauf lebten sie vor allem im Bergland erneut auf. Dann seien auch Gewitter mit Starkregen wahrscheinlich. Zwischendurch könne sich aber auch immer wieder die Sonne zeigen. In der Nacht zum Sonntag sollen Schauer und Gewitter abklingen, bevor das Unwetterrisiko im Tagesverlauf wieder steigt.

 

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