News aus Baden-Württemberg
Höhepunkt des „Blitzermarathons“: Fuß vom Gas im Straßenverkehr

News aus Baden-Württemberg Höhepunkt des „Blitzermarathons“: Fuß vom Gas im Straßenverkehr

Quelle: Paul Zinken/dpa/Symbolbild
dpa

Vorsicht an Schulen, Kitas, Altenheimen und Unfallschwerpunkten – hier soll am Freitag verstärkt die Geschwindigkeit kontrolliert werden. Mit einem «Blitzermarathon» will die Polizei Verkehrsteilnehmer sensibilisieren. Ob das wirkt, ist umstritten.

Zum Ende der Arbeitswoche will die Polizei in Baden-Württemberg nochmals verstärkt die Geschwindigkeit im Verkehr kontrollieren. Mit einem «Speedmarathon» sollen am Freitag die meisten Kontrollen der Woche stattfinden, wie das Innenministerium mitteilte. Schon seit Montag läuft der sogenannte Blitzermarathon. Ziel der Aktion sei das Gefahrenbewusstsein zu stärken. Denn der häufigste Grund für tödliche Unfälle seien überhöhte Geschwindigkeiten.

Besonders an Schulen, Kitas, Altenheimen und Unfallschwerpunkten wird laut Ministerium kontrolliert. Wo genau die mobilen Messstellen stehen, wird in Baden-Württemberg im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht veröffentlicht. «Wir wollen, dass sich die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer flächendeckend und nicht nur punktuell an die geltenden Tempolimits halten», sagte ein Sprecher.

Auch in Stuttgart werden die Orte für die Kontrollen spontan ausgewählt, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Das Hauptaugenmerk in der Landeshauptstadt soll jedoch auf den Bundesstraßen liegen. Mit mobilen Lasergeräten der Motorradstaffel und Lichtschranken der Verkehrspolizei sind die Beamten dazu aufgerufen, verstärkt die Geschwindigkeit zu messen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält den sogenannten Blitzermarathon für wenig geeignet, um die Zahl der Raser-Unfälle zu verringern. «Eine zeitlich begrenzte Geschwindigkeitsmessung führt zwangsläufig nicht zu nachhaltigen Veränderungen im Fahrverhalten», sagte der GdP-Vizevorsitzende Michael Mertens.

Der «Blitzermarathon» ist Teil einer europaweit abgestimmten Kontrollwoche. Im vergangenen Jahr wurden in Baden-Württemberg 400.000 Fahrzeuge gemessen und rund 15.500 Verstöße geahndet. Noch bis einschließlich Sonntag (23.4.) soll verstärkt kontrolliert werden. Auch die Städte, Kommunen und Landkreise beteiligen sich an der Aktion.

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