News aus Baden-Württemberg
Innenministerium warnt: Großer Anstieg bei Verbreitung pornografischer Inhalten

News aus Baden-Württemberg Innenministerium warnt: Großer Anstieg bei Verbreitung pornografischer Inhalten

Quelle: Silas Stein/dpa/Archivbild
dpa

Die Fallzahlen im Bereich Pornografie steigen kontinuierlich. Ein Großteil der Ermittlungen beruht dabei auf Hinweisen einer US-Organisation.

Das Verbreiten pornografischer Inhalte und Fälle der sexuellen Belästigung in Baden-Württemberg ist im Vergleich der Jahre 2017 und 2022 um ein Vielfaches gestiegen. Dieser Anstieg ließ die Fälle, die unter dem Oberbegriff Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zusammengefasst werden, insgesamt nach oben schnellen:

In diesem Bereich sind die Fälle im Vergleich 2017/2022 um rund 103 Prozent auf 12.390 (2017: 6110) gestiegen, wie aus einer in Stuttgart veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Landtagsanfrage der AfD-Fraktion hervorgeht. Zu den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zählen auch sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen.

Im Bereich Verbreiten pornografischer Inhalte wurden im Jahr 2017 1080 Fälle registriert, 2022 sind diese um rund 400 Prozent auf 5639 Fälle gestiegen. Den Anstieg erklärt das Innenministerium mit mehr Ermittlungsverfahren. Diese gingen auf zunehmende Verdachtsmeldungen der halbstaatlichen US-amerikanischen Organisation «National Center for Missing and Exploited Children» (NCMEC) zurück. Die Organisation kooperiere mit Anbietern sozialer Netzwerke und anderen Plattformen.

Die Provider sind laut Innenministerium verpflichtet, Daten, die über ihre Server in den USA verarbeitet werden, auf Bilder und Videos zu prüfen, die den sexuellen Missbrauch eines Kindes oder Jugendlichen zeigen. Sie löschen derartige Dateien und übermitteln Hinweise an das NCMEC. Verdachtsfälle mit Bezug nach Deutschland werden an das Bundeskriminalamt (BKA) weitergeleitet. Seit 2018 gebe es einen massiven Anstieg der NCMEC-Meldungen an das BKA, teilte das Innenministerium mit.

Im Bereich sexuelle Belästigung stiegen die Fälle im Vergleich des Jahres 2017 (1133) um 31,6 Prozent auf 1656 Fälle im Jahr 2018. Im Jahr 2022 wurden 1838 Stück gezählt – ein Höchststand im Beobachtungszeitraum. Die Anzahl der Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Übergriffen im besonders schweren Fall, einschließlich Todesfolge stieg im Jahr 2022 im Vorjahresvergleich um 28,5 Prozent auf 1237 (2021: 963).

Im Jahr 2018 waren es noch 901 gewesen. Zahlen für das Jahr 2017 wurden hier nicht genannt, weil sich die Gesetzeslage geändert hat. Im Sexualstrafrecht wurden bisherige Straftatbestände geändert und neue geschaffen.

Einen Rückgang der Fälle gibt es laut Statistik unter anderem bei den exhibitionistischen Handlungen und der Erregung öffentlichen Ärgernisses und der Zuhälterei.

 

Weitere Nachrichten

Besondere Bodensee-Fahrt bei 36 Grad: So heiß war es auf dem "Erotikschiff"

Latex, Leder und bis zu 36 Grad im Schatten: Ausgerechnet am heißesten Tag des Jahres legte das «Torture Ship» auf dem Bodensee ab. Mobile Duschen sollten für Abkühlung sorgen - mit Erfolg?

Kleinkind allein mit bewaffnetem Mann? SEK stürmt Wohnung in Karlsruhe

Eine Mutter alarmiert die Polizei, weil sie ihr dreijähriges Kind in Gefahr befürchtet. Wenig später rücken Spezialkräfte an. Doch die Lage ist weniger dramatisch als zuerst angenommen.

DFB-Fan rechnet vor: Das kostet mich die WM bis zum Finale

Tickets, Flüge, Unterkünfte, Mietwagen, Verpflegung - für WM-Besucher können sich die Ausgaben schnell summieren. Ein deutscher Fan berichtet, was er sich seinen großen Nordamerika-Trip kosten lässt.

Viel später, viel teurer: Das Debakel um Stuttgart 21

Seit Jahren klafft in der Stuttgarter Innenstadt die riesige Baustelle des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs. Warum dort noch fünf Jahre gebaut wird - und wer die Kosten dafür trägt.

Mit 40,6 Grad: Temperaturrekord in Baden-Württemberg geknackt

Baden-Württemberg schwitzt - und der Deutsche Wetterdienst meldet den nächsten Temperaturrekord. So heiß war es im Südwesten noch nie. Welche Faktoren die Extremwerte beeinflussen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.