News aus Baden-Württemberg
Karlsruher Museums-Direktor über Diskriminierung in der Kunst

News aus Baden-Württemberg Karlsruher Museums-Direktor über Diskriminierung in der Kunst

Quelle: Uli Deck
dpa

Im Umgang mit diskriminierenden Kunstwerken oder deren Titeln kommt es aus Sicht des Präsidenten des Deutschen Museumsbunds in erster Linie auf Einordnung an.

Die Häuser sollten eine differenzierte Sicht auf die Dinge vermitteln, sagte Eckart Köhne der Deutschen Presse-Agentur. «Das muss man lernen, das kann man keinem ersparen.» Möglich sei das zum Beispiel über Hinweistafeln mit einordnenden Texten beispielsweise zum kolonialen Kontext der Entstehungszeit eines Werks. So macht es etwa das Badische Landesmuseum in Karlsruhe, dessen Direktor Köhne ist.

Er zeigte Verständnis dafür, dass manche beim Erschaffen übliche Wörter oder Bestandteile von Titeln inzwischen verpönt sind. «Bestimmte Begriffe möchte man heute nicht mehr verwenden.» Werte- und Moralvorstellungen hätten sich geändert. Betroffene Kunstwerke zu verbannen, sei jedoch nicht der richtige Weg: «Man kann einen Teil der Kulturgeschichte eines Landes nicht einfach aussortieren.»

In vielen Museen wird nach Lösungen gesucht, wie Köhne sagte. In Baden-Württemberg etwa erarbeite eine Arbeitsgruppe der staatlichen Museen derzeit Leitlinien zum Umgang mit der Thematik.

 

Weitere Nachrichten

Rekord bei Windenergie - doch ist der Ausbau in Gefahr?

Bis 2040 will das Land klimaneutral werden. Dafür sind unter anderem Hunderte Windräder nötig. Wie realistisch ist das Ziel angesichts neuer Daten für das erste Halbjahr und Gesetzesänderungen?

"Kein Wasser da": Binnenschiffer trotzt dem Niedrigwasser

Binnenschiffer Patrick Mnich fährt auch bei extremem Niedrigwasser noch über den flachen Rhein. Wo seine größten Herausforderungen liegen und was er tut, wenn er statt Wasser Kies unter sich hat.

Özdemir wirbt für Dialekt: "Wir haben keine Sprachpolizei"

Kein Hochdeutsch? Kein Problem! Das sagt zumindest der neue Ministerpräsident - und plädiert für mehr Gelassenheit im Umgang mit Dialekten. «Jeder soll reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist!»

Anhaltende Trockenheit: Angler retten Fische aus fast ausgetrocknetem Kanal

Viele Gewässer in und um Freiburg sind innerhalb der letzten Wochen und Monate nahezu ausgetrocknet. Der Angelsportverein versucht an Fischen zu retten, was noch zu retten ist.

"Sieht aus wie Herbst" Trockenheit plagt botanische Gärten

Zwar sind ein paar regenreiche Tage in Aussicht – viel ändern wird das aber nicht. Die Situation in den botanischen Gärten im Land ist kritisch, viele Pflanzen werden nicht überleben.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.