Besseres Ergebnis als noch 2015
Laut Umfrage – Karlsruher schätzen Lebensqualität sehr positiv ein

Besseres Ergebnis als noch 2015 Laut Umfrage – Karlsruher schätzen Lebensqualität sehr positiv ein

Quelle: Pixabay

Im regelmäßigen Abstand lässt die Karlsruher Stadtverwaltung über eine Umfrage herausfinden, wie die Bürger die Lebensqualität in der Stadt einschätzen. Das Ergebnis für 2019: Die Karlsruher sind mit ihrer Lebensqualität im Durchschnitt sehr zufrieden.

Karlsruher haben eine hohe Lebensqualität

Wenn in den vergangenen Monaten in einem Karlsruher Haushalt das Telefon geklingelt hat, dann konnte es sich vielleicht um eine Umfrage zur Lebensqualität in der Stadt gehandelt haben. 1.000 Menschen haben Antworten auf die Fragen der Interviewer gegeben. Das Ergebnis liegt nun auch der Stadtverwaltung vor, die dadurch eine konkrete Rückmeldung für ihr Tun erhält. Gleich vorweg: Die Umfrage ergab, dass die Karlsruher mit ihrer Lebensqualität überdurchschnittlich zufrieden sind – zufriedener gar noch als bei der letzten Umfrage 2015. Bürgerumfragen werden in der Stadt Karlsruhe übrigens seit den 70er Jahren durchgeführt, allerdings erst seit 2015 im Rahmen der deutschen Städtegemeinschaft Urban Audit.

 

Wohnen als Knackpunkt der Lebensqualität

Im Vergleich zu anderen Städten zeigt sich, dass die Karlsruhe ihre Lebensqualität als überdurchschnittlich positiv einschätzen. Im Vergleich zur Umfrage im Jahr 2015 seien die Werte in Summe sogar leicht angestiegen und zwar in den meisten Teilbereichen! Als wichtigste Themen wurden dabei die Bereiche „Bildung und Ausbildung“ und „Sicherheit“ häufig genannt. Gerade der Bereich „Wohnwesen“ ist in seiner Bedeutung auch gewachsen: Haben 2015 noch 37 Prozent das als wichtigen Bereich genannt, waren es 2019 schon 46 Prozent!

Gute Resultate gab es unter anderem im Bereich der kommunalen Infrastruktur: Fast drei Viertel der Befragten sind mit den Schulen der Stadt sehr zufrieden oder zufrieden – in keiner anderen Stadt gab es bessere Ergebnisse. Gleiches gilt für die Zufriedenheit mit kulturellen Einrichtungen, wie Konzerthäusern, Theatern, Museen oder Büchereien. Verbesserungswürdig seien öffentliche Flächen wie Märkte, Plätze und Fußgängerzonen. Eine Ausnahme bei den öffentlichen Flächen stellen Grünflächen wir Parks da: Hier ist die Zufriedenheit so groß wie in keiner anderen Vergleichsstadt.

 

Zufriedenheit mit dem ÖPNV ist hoch

Eine hohe Lebensqualität zeichnet sich auch mit der Zufriedenheit im Öffentlichen Nahverkehr ab – trotz Baustellen! Acht von zehn Befragten äußerten sich mindestens zufrieden mit dem ÖPNV. Hervorgehoben wurde dabei vor allem die Erreichbarkeit von Bus und Bahn im Stadtgebiet, größte Schwäche sei die Zuverlässigkeit. Beim Thema Sicherheitsgefühl erreicht Karlsruhe hingegen durchschnittliche Ergebnisse.

Kritisch gesehen wird eben das Wohnwesen: Nur jeder elfte Befragte findet es leicht, in Karlsruhe eine gute Wohnung zu einem vernünftigen Preis zu bekommen. Positiver eingeschätzt wird hingegen die Möglichkeit eingeschätzt, eine gute Arbeit zu finden. Auch finanziell gesehen scheint es an der Karlsruher Lebensqualität nicht zu mangeln: Die finanzielle Situation des eigenen Haushalts und die als gering wahrgenommene Armutsproblematik in der Stadt sprechen dafür.

An der Urben-Audit-Umfrage haben 2019 in Summe 24 deutsche Städte teilgenommen. Die Befragungen liefen zwischen Oktober 2018 und Januar 2019. Dabei wurden überall gleichlautende Fragen gestellt. In der Analyse wurde Karlsruhe mit von der Bevölkerungsgröße ähnlichen Städten befragt. Dazu zählen Aachen, Augsburg, Darmstadt, Freiburg, Mannheim und Stuttgart. 1.000 Karlsruhe im Alter von 15 oder älter wurden befragt. Sie stammen aus unterschiedlichen Stadtteilen.

 

Glücksatlas zeichnet gedämpfteres Bild

Zuletzt hat auch die Deutsche Post eine Studie veröffentlicht, welche die Zufriedenheit der Deutschen beschreiben soll – den Glücksatlas. Darin zeigt sich ein leicht pessimistisches Bild: Laut dieser Studie sind die Badener zwar noch immer glücklicher als die Schwaben, doch im Vergleich zur vorangegangenen Studie sind einige Werte gesunken. Und so scheinen die Karlsruher eine positive Ausnahme zu bilden, was die Einschätzung der eigenen Lebensqualität angeht!

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