Preise für Bus-& Bahntickets
Keine Preiserhöhung im Dezember: KVV-Tarife bleiben stabil

Preise für Bus-& Bahntickets Keine Preiserhöhung im Dezember: KVV-Tarife bleiben stabil

Quelle: Thomas Riedel

Ein Dankeschön an die treuen Bus- und Bahngäste: Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) wird die befristete Steuerersparnis durch die Senkung der Mehrwertsteuer, eins zu eins an seine Kunden weitergeben, indem er die Tarifanpassung im Dezember aussetzt.

Stabile Preise für Bus-& Bahntickets im KVV

Um Konsum und Wirtschaft in der Corona-Krise wieder anzukurbeln, haben Bundestag und Bundesrat am ein milliardenschweres Konjunkturpaket vereinbar, welches unter anderem eine Senkung der Mehrwertsteuer bis Jahresende beinhaltet. Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) wird diese befristete Steuerersparnis eins zu eins an seine Kunden weitergeben, indem er die Tarifanpassung im Dezember aussetzt, darüber informiert der KVV nun in einer Pressemitteilung.

 

Mentrup: „Dankeschön an unsere Kunden“

„Es freut mich, dass wir zusammen hier eine schnelle, elegante und kundenfreundliche Lösung gefunden haben, die keinen erhöhten und kostenintensiven Verwaltungsaufwand erfordert“, so der KVV-Aufsichtsratsvorsitzende und Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

„Damit senden wir auch ein starkes Signal für die Nutzung des klimafreundlichen ÖPNV, der auch während der Corona-Pandemie für die Menschen in der Region ein leistungsstarkes Nahverkehrsangebot aufrechterhalten hat. Gleichzeitig ist es auch ein Dankeschön an unsere Kunden, die uns während der Corona-Pandemie die Treue gehalten haben“, sagt Mentrup.

 

Kurzfristige Absenkung war nicht möglich

Die Mehrwertsteuer wird vom 1. Juli bis 31. Dezember abgesenkt. Der reguläre Steuersatz sinkt dabei von 19 Prozent auf 16 Prozent, der ermäßigte Steuersatz –dieser gilt für Fahrkarten im ÖPNV –von 7 Prozent auf 5 Prozent. Eine kurzfristige Absenkung der Ticketpreise ab dem 1. Juli war für den KVV aufgrund der genehmigungsrechtlichen Vorlauffristen für einen neuen Verbundtarif und des hohen Aufwands nicht möglich gewesen, wie KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon an zwei Beispielen deutlich macht:

„Die Fahrkartenautomaten an Haltestellen lassen sich nicht so einfach umrüsten. Das würde mehrere Wochen dauern und es würden auch ganz krumme Beträge herauskommen, wenn wir zwei Prozent abziehen. Zudem müsste die zuständige Genehmigungsbehörde den neuen Tarif zuerst zulassen. Auch dieser komplexe Prozess hätte Zeit in Anspruch genommen. Der neue Tarifhätte für die befristete Mehrwertsteuersenkung bis Jahresende dann kaum noch eine Relevanz gehabt“, so Pischon.

 

Unveränderten Ticketpreise im Dezember

Nun profitieren die KVV-Fahrgäste ab dem großen Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2020 von den unveränderten Ticketpreisen. Auch wenn die Verkehrsunternehmen im KVV dramatische Mindereinnahmen im Zuge der Corona-Krise zu bilanzieren haben, denn es ist, so der KVV, die erste „Nullrunde“ im KVV seit dem Jahr 1995.

Im vergangenen Jahr wurden die Preise mit durchschnittlich 1,8 Prozent angepasst. In den vergangenen drei Jahren betrug die Tarifanpassung durchschnittlich 2,29 Prozent. Diese Margen entsprechen dem gesenkten Mehrwertsteuersatz, der nun an die KVV-Kunden weitergegeben wird.

Die vergangenen Tarifanpassungen waren nötig, um den durch Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst gestiegenen Personalkosten oder Investitionen in eine leistungsstarke BahnInfrastruktur zu tragen. „Bundesweite Vergleichsstudien zeigen regelmäßig auf, dass der KVV mit seinen Tarifen und dem dicht getakteten Fahrplanangebot seit Jahren dennoch zu den günstigeren Verkehrsverbünden im Land zählt“, betont KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon.




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