Premiere im brandneuen Hybrid-OP des Städtischen Klinikums Karlsruhe:
Klinikum Karlsruhe mit Deutschland-Premiere für mobilen OP-Roboter

Premiere im brandneuen Hybrid-OP des Städtischen Klinikums Karlsruhe: Klinikum Karlsruhe mit Deutschland-Premiere für mobilen OP-Roboter

Quelle: Markus Kümmerle, Städtisches Klinikum Karlsruhe

Zum ersten Mal hat ein Operationsteam mit dem Loop-X einen Eingriff in Deutschland durchgeführt. Das Gerät, das die intraoperative Bildgebung auf ein neues Level hebt, kam nun im neuen Hybrid-OP bei einer komplexen Wirbelsäulen-Operation zum Einsatz.

Deutschland-Premiere für mobilen OP-Roboter

Premiere im brandneuen Hybrid-OP des Städtischen Klinikums Karlsruhe: Zum ersten Mal hat ein Operationsteam mit dem Loop-X einen Eingriff in Deutschland durchgeführt.

Das moderne Gerät, das die intraoperative Bildgebung auf ein neues Level hebt, kam am Freitag, 17. Dezember 2021, im neuen Hybrid-OP des Klinikums bei einer komplexen Wirbelsäulen-Operation zum Einsatz.

Der im Operationssaal eingesetzte mobile Bildgebungsroboter Loop-X kombiniert moderne Vorteile für die Patienten und das Operationsteam, heißt es in einer Pressemeldung des Städtischen Klinikums.

 

| Quelle: Markus Kümmerle, Städtisches Klinikum Karlsruhe

 

Gerät wird durch Chirurgen intuitiv gesteuert

„Während des Eingriffs fertigt das Gerät hochauflösende 2D- und 3D-Schnittbilder des Operationsbereichs an, die dann direkt in das Navigationssystem eingelesen werden und somit die Präzision des operativen Eingriffs erhöhen und eine entscheidende Verbesserung der Patientensicherheit bewirken“, erklärt Prof. Uwe Spetzger, der die Premieren-OP als Direktor der Neurochirurgischen Klinik durchgeführt hat.

„Das Gerät kann bei der Operation durch den Chirurgen intuitiv gesteuert werden und anhand der Bilder, die auf großen Monitoren oder auch mittels 3D-Brillen gezeigt werden, kann der Operateur den Eingriff besser planen, seine Instrumente exakt steuern und die Lage von eingebrachten Implantaten direkt kontrollieren“, so Spetzger weiter.

 

Prof. Uwe Spetzger | Quelle: Markus Kümmerle, Städtisches Klinikum Karlsruhe

 

Spetzger über die Vorteile des neuen Loop-X

Durch eine spezielle Ausrichtung der Durchleuchtung lässt sich deren Dosis optimieren, was wiederum den Patienten zugutekommt. Außerdem scannt das Gerät den Körper schneller und beschleunigt somit die Arbeitsabläufe während des Eingriffs.

„Das moderne System kommt ohne den sonst üblichen Schaltraum aus und wird vom OP-Personal über ein mobiles, benutzerfreundliches Tablet gesteuert“, zählt Spetzger weitere Vorteile des Loop-X auf.

„Das ringförmige Gerät ist sehr kompakt und verfügt gleichzeitig über eine breite Öffnung, die sich problemlos um den Operationstisch führen lässt. Mit diesem System sind Operationen am Gehirn, an der Wirbelsäule sowie an fast allen Körperteilen durchführbar“, so Spetzger.

 

| Quelle: Markus Kümmerle, Städtisches Klinikum Karlsruhe

 

Spende einer ehemaligen Patientin der Neurochirurgie

Teilfinanziert wurde der Loop-X durch die großzügige Spende einer ehemaligen Patientin der Neurochirurgischen Klinik und deren Ehemann. „Wir sind der Familie für diese Großspende sehr dankbar“, betont Spetzger. „Solche Spenden sind eine wichtige Stütze, um mit Anschaffungen wie dem Loop-X zeitgemäße Behandlungsverfahren anbieten zu können.“

Bei der Premieren-OP handelte es sich um eine minimalinvasive Stabilisierungs-OP, bei der ein Schrauben-Stab-System und ein spezieller Titancage von hinten in die Wirbelsäule eingebracht wurde. „Der Vorteil hierbei ist, dass der Operateur während der Schraubenanlage millimetergenau die Position der Implantate überprüfen und gegebenenfalls korrigieren kann“, erklärt der Klinikchef.

 

| Quelle: Markus Kümmerle, Städtisches Klinikum Karlsruhe

 

Premiere für den neuen Hybrid-OP im Klinikum

Der zweite an diesem Tag durchgeführte Eingriff mit dem neuen Bildgebungsroboter war anschließend eine mikrochirurgische Dekompression und gleichzeitige Zementstabilisierung an der Lendenwirbelsäule mittels Ballon-Kyphoplastie.

„Die Kyphoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Wirbelbrüchen“, beschreibt Spetzger. „Bei dieser kombinierten operativen Behandlung werden einerseits knöcherne Teile, die Druck auf die Nerven ausüben, entfernt und der gebrochenen Wirbelkörper von innen stabilisiert“, so Spetzger weiter.

„Gleichzeitig war es auch die Premiere für unseren neuen Hybrid-OP. Dessen entscheidende Vorteile – die Durchführung minimal-invasiver Eingriffe, hochauflösende Bildgebung und zunehmend kürzere Eingriffszeiten – werden künftig auch den Operateuren der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, der Hals-Nasen-Ohrenklinik sowie der Unfallchirurgie zugutekommen“, fügt Prof. Michael Geißler, Medizinischer Geschäftsführer am Klinikum

 

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