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Kosmisches Schauspiel: Neu entdeckter Komet wird am Abendhimmel erwartet

News Kosmisches Schauspiel: Neu entdeckter Komet wird am Abendhimmel erwartet

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
dpa

Ein neu entdeckter Himmelskörper fliegt auf die Erde zu. Ist er eine Gefahr?

Ein neu entdeckter Komet wird aus Richtung der Sonne kommend am Abendhimmel auf der Erde sichtbar. Der helle Himmelskörper mit dem Spitznamen «Swan25B» und nun der offiziellen Bezeichnung «C/2025 R2» wird sich im Oktober auf gut 30 Millionen Kilometer unserem Heimplaneten nähern, sagte der Experte der europäischen Raumfahrtbehörde Esa, Richard Moissl, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Komet erst in den letzten Tagen entdeckt

Die größte Annäherung wird Moissl zufolge um den 20. Oktober sein. «Aktuell besteht da eine Ungenauigkeit von plus-minus fünf Tagen für den Zeitpunkt der größten Annäherung.» Der Komet sei vergangene Woche mit einer Kamera einer Raumsonde aufgenommen worden. Er sei als erdnaher Komet klassifiziert, allerdings bei der Entfernung keine Gefahr für die Erde.

Mit Fernglas zu beobachten

«Er wird ab Mitte Oktober flach am Abendhimmel sichtbar sein», sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz. Nach jetziger Prognose wird er dann bei gutem Wetter zwar nicht mit dem bloßen Auge zu sehen sein, aber mit einem Fernglas. Danach steige er höher an den Himmel, verliere aber auch rasch an Helligkeit, bis er im ersten Novemberdrittel wieder unsichtbar werde. «Er wird im Oktober abends im Südwesten stehen und Anfang November im Süden.»

Himmelskörper aus Eis, Staub und Gestein

Kometen sind mehrere Milliarden Jahre alt und stammen aus der Anfangszeit unseres Sonnensystems. Sie bestehen aus einer Mischung von Eis, Staub und Gestein. Nähert sich ein Komet der Sonne, beginnt sein meist nur wenige Kilometer großer Kern zu verdampfen und bildet eine dichte Staub- und Gaswolke. Später entsteht der Kometen-Schweif. Dabei handelt es sich um Gasmoleküle und Staubteilchen. Ein Kometen-Schweif kann mehrere Millionen Kilometer lang werden.

Himmelskörper, die aus Richtung der Sonne kommen, sind für die Raumfahrtagentur teils schwer zu entdecken. Es sind Teleskope im All geplant, mit denen auch aus Richtung der Sonne kommende Objekte besser entdeckt werden können. Ohne Vorwarnung explodierte im Februar 2013 ein 20 Meter großer Brocken über der Millionenstadt Tscheljabinsk. Durch die Druckwelle und splitterndes Glas wurden rund 1.500 Menschen verletzt.

 

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