News aus Baden-Württemberg
Krankenhauspersonal demonstriert für mehr Geld vom Bund für Kliniken

News aus Baden-Württemberg Krankenhauspersonal demonstriert für mehr Geld vom Bund für Kliniken

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Mehr Geld vom Bund für die Kliniken im Land fordern sie schon lange – jetzt sind sie dafür auf die Straße gegangen: Krankenhausbeschäftigte aus dem Südwesten demonstrierten heute in Stuttgart, um angesichts der akuten Finanznöte vieler Kliniken Druck zu machen.

Die Beschäftigten von Krankenhäusern in Baden-Württemberg haben am Mittwoch in Stuttgart auf die wirtschaftlich angespannte Lage der Kliniken aufmerksam gemacht. Etwa 5000 Teilnehmer waren nach Angaben der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) bei einer zentralen Kundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Sie seien auf die Straße gegangen, weil alle bisherigen Aktionen die Bundesregierung nicht zum Handeln bewegt hätten, teilte die BWKG mit. Die Demonstration war Teil eines bundesweiten Protesttages.

Unter dem Motto «Alarmstufe Rot – Krankenhäuser in Not» forderten die BWKG, der Marburger Bund, Verdi und der Landesseniorenrat die Bundesregierung auf dem Schlossplatz dazu auf, den Kliniken finanziell stärker unter die Arme zu greifen. «Einmalzahlungen der Bundesregierung haben zwar geholfen. Sie waren aber zu niedrig und sie fallen in 2024 weg, obwohl das Kostenniveau dauerhaft gestiegen ist. Die Kliniken werden mit immer größeren Löchern in ihren Bilanzen allein gelassen», teilte der BWKG-Vorstandsvorsitzende Heiner Scheffold mit.

Die Krankenhäuser im Land klagen seit Monaten über eine schlechte Finanzlage. Viele Kliniken leiden unter den Nachwirkungen der Pandemie, der Inflation und den besonders hohen Lohnkosten. Drei Viertel der Kliniken im Land rechnen laut BWKG deswegen am Jahresende mit roten Zahlen. Bei der Kundgebung wiesen die Demonstranten mit Plakaten auf die Missstände hin: «Lasst die Krankenhäuser nicht ausbluten!» und «Wir behandeln euch immer gut! Wie werden wir behandelt?» war auf den Transparenten zu lesen.

Gefordert werden ein Inflationsausgleich und die vollständige Finanzierung von tariflichen Lohnkostensteigerungen. Ziel sei es, weitere Insolvenzen zu verhindern, sagte eine BWKG-Sprecherin. Der Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, Joachim Walter, unterstützte die Forderungen und teilte am Mittwoch mit: «Viele der hiesigen Krankenhäuser hätten bereits geschlossen werden müssen, wenn nicht die Kommunen als rechtlich unzuständige Ausfallbürgen die horrenden Klinikdefizite ausgleichen würden, die Bund und Land durch ihre unzureichende Krankenhausfinanzierung verursachen.»

 

Weitere Nachrichten

Laut Verband: Mehr Ausbildungsverträge im Handwerk abgeschlossen

Maurer, Bäcker, Fleischerin: Das Handwerk lockt wieder mehr Nachwuchs. Welche Ausbildungsplätze haben 2025 besonders stark zugelegt?

140.000 Fahrzeuge pro Tag: Engelbergtunnel Richtung Karlsruhe nun einspurig befahrbar

Für die staugeplagten Orte rund um den wochenlang gesperrten Engelbergtunnel gibt es eine erste Entlastung: Der Verkehr auf der A81 läuft vorerst wieder auf einer Spur.

Nach dem Unglück in der Schweiz: Wie sicher sind eigentlich Seilbahnen?

Einen Tag nach dem Seilbahn-Unglück in der Schweiz ist die genaue Ursache unbekannt. Klar ist aber: Die Vorschriften sind sehr streng und solche Unglücke kommen nur selten vor.

Regierungsbildung in BW: Sondierungsgespräche zwischen Grünen und CDU deuten sich an

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg ist nur eine Koalition zwischen Grünen und CDU realistisch. Bislang schweigen sich beide Parteien weiter aus. Nun scheint es Bewegung zu geben.

Bärlauch sammeln: Was erlaubt ist und wann Bußgelder drohen

Im Frühling lockt Bärlauch viele Sammler in die Natur. Wer aber zu gierig pflückt oder an den falschen Stellen zugreift, riskiert nicht nur Ärger mit der Natur, sondern auch ein saftiges Bußgeld.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.