Nachrichten
Krankenkasse informiert: Mehr Behandlungen wegen Kokainmissbrauchs

Nachrichten Krankenkasse informiert: Mehr Behandlungen wegen Kokainmissbrauchs

Quelle: Christian Charisius/dpa
dpa

Das weiße Pulver gilt als Aufputschdroge und ist nach Daten der Krankenkasse Barmer vor allem bei jungen Männern verbreitet. Immer mehr sind deswegen in Behandlung.

Die Zahl der Menschen, die wegen Kokainmissbrauchs behandelt werden, ist im Südwesten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Wie die Krankenkasse Barmer unter Berufung auf Abrechnungsdaten mitteilte, wurden 2023 in Baden-Württemberg knapp 6.000 Menschen wegen psychischen Störungen und Verhaltensstörungen durch Kokain in Kliniken oder ambulant behandelt.

2019 lag die Zahl der Behandlungen der Kasse zufolge noch bei knapp 3.500. Für die Analyse hat die Krankenkasse Abrechnungsdaten ihrer Versicherten ausgewertet und auf die Bevölkerungsstruktur in Baden-Württemberg hochgerechnet.

Krankenkasse geht von hoher Dunkelziffer aus

Die Zunahme der Fälle sei besorgniserregend, sagte der Landesgeschäftsführer der Krankenkasse Barmer, Winfried Plötze. Er geht auch von einer hohen Dunkelziffer aus. «Das wahre Ausmaß wird noch viel größer sein, da wir nur den Bruchteil der Betroffenen in ärztlicher Behandlung sehen.»

Besonders betroffen waren der Krankenkasse zufolge Männer zwischen 20 und 39 Jahren. «Der vergleichsweise starke Kokainkonsum bei jungen Männern könnte auf einen massiven Leistungsdruck hindeuten, dem sie sich offenbar ausgesetzt sehen. Sei es im Beruf oder im Privatleben», sagte Plötze.

Kokain habe einen aufputschenden Effekt und werde deswegen auch häufig als Leistungsdroge bezeichnet. In jungen Jahren spiele die Droge eher eine geringere Rolle. Jüngere Menschen hätten häufig nicht die finanziellen Mittel, um die teure Droge zu beschaffen.

 

Weitere Nachrichten

Runter vom Gas: Was Autofahrer zur Speedweek im Südwesten wissen müssen

Unfallträchtige Strecken, Schulen, Baustellen – bei der Blitzerwoche wird an vielen Stellen kontrolliert. Bei der Aktion im April wurden in Baden-Württemberg mehr als 58.000 Verstöße festgestellt.

Risiko zu hoch: Mehrere Feste sagen Feuerwerke wegen Waldbrandgefahr ab

Der Waldbrandgefahrenindex liegt im Südwesten zum Wochenendstart beinahe überall bei der zweithöchsten und höchsten Stufe. Das hat Folgen für mehrere Veranstaltungen.

Rheinenergie übernimmt EnBW-Energiedienstleistungsgeschäft

Rheinenergie baut seinen Geschäftsbereich aus. Etwa 200 neue Anlagen und 150 Mitarbeitende vom Karlsruher Konzern EnBW kommen dazu.

Arbeitslosigkeit im Juli in Baden-Württemberg gestiegen

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Die Zahl der Arbeitslosen steigt. So viele Menschen waren im Juli im Südwesten arbeitslos.

Lebensmittelüberwachung: Meist Hygieneprobleme - Kontrolleure schließen weniger Läden

Tausende Restaurants, Imbisse, Kantinen oder Cafés werden jedes Jahr im Südwesten von Lebensmittelkontrolleuren unter die Lupe genommen. Wie häufig sie etwas finden - und was dann passiert.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.