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„Nah am Wasser gebaut“: Trainer Eichner mit emotionalem Ende beim KSC

KSC „Nah am Wasser gebaut“: Trainer Eichner mit emotionalem Ende beim KSC

Quelle: Uli Deck/dpa

Christian Eichner steht vor seinem letzten Spiel als Karlsruher Cheftrainer. Es sei seine komplizierteste Saison gewesen, sagt er.

Christian Eichner hielt mehrfach inne. «Die letzten Tage war ich schon sehr nah am Wasser gebaut», sagte der Trainer des Karlsruher SC. Unzählige Nachrichten und Videobotschaften von früheren Weggefährten habe er erhalten, berichtete der 43-Jährige. «Ich könnte Abende füllen mit Anekdoten», meinte er. Das hätte den Rahmen der Pressekonferenz vor seinem Abschied vom badischen Fußball-Zweitligisten allerdings gesprengt.

Eichner hat eine emotionale Woche hinter und einen wohl noch emotionaleren Sonntag vor sich. Die Partie gegen den VfL Bochum (15.30 Uhr/Sky) wird nach mehr als sechs Jahren seine letzte als Chefcoach des KSC. Es ist die zweitlängste Trainer-Ära bei den Karlsruhern nach der von Club-Ikone Winfried Schäfer.

 

Erst mal Tennis statt Fußball

Dass der ehemalige Profi den Club im Sommer verlassen wird, war bereits Anfang April verkündet worden. Jetzt, wo es so weit ist, kommen Eichner aber natürlich noch einmal ganz viele Bilder und Erinnerungen in den Kopf.

Wie es für ihn weitergeht, ist nach wie vor offen. Direkt nach seinem Abschied vom KSC werde er aber erst mal zu den French Open nach Paris reisen, kündigte der leidenschaftliche Tennis-Fan Eichner an. Ein paar Tage Erholung dürften dem früheren Abwehrspieler nach all den Strapazen guttun.

 

Bajramovic-Aus traf Eichner hart

«Es war mit all den Aufs und Abs sicher die komplizierteste Saison», sagte Eichner rückblickend auf seine Zeit als Karlsruher Chefcoach. Daran, dass er Sommer für Sommer Leistungsträger abgeben musste, hatte er sich über die Jahre gewöhnt. Dass Anfang Dezember aber auch sein Assistent und engster Vertrauter Zlatan Bajramovic vor die Tür gesetzt wurde, traf Eichner ins Mark.

Das Aus des langjährigen Co-Trainers ließ rund um den Wildpark bereits viele erahnen, dass auch für Eichner bald Schluss sein könnte. Letztlich kam es tatsächlich so. Weil sich die Blau-Weißen einen neuen Impuls erhoffen, wie sie mehrfach erklärten. Wer auf Eichner folgen wird, steht aber noch nicht fest.

 

Eichner war Publikumsliebling

Als Nachfolger von Ex-Coach Alois Schwartz hatte Eichner den KSC in der Saison 2019/20 zunächst vor dem Abstieg bewahrt und dann nach und nach im gehobenen Zweitliga-Mittelmaß etabliert. Für den ganz großen Wurf, die Rückkehr in die Bundesliga, reichte es nicht. Bei einem Club mit finanziell derart überschaubaren Mitteln wie denen der Karlsruher müsste dafür aber auch alles zusammenpassen.

Letztlich holte Eichner aus der Mannschaft über weite Strecken das heraus, was sie zu leisten imstande war. Seine bodenständige Art und seine Identifikation mit dem Club machten ihn zu einem Publikumsliebling.

 

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