News
Um fast 10 Prozent: Arbeitsagentur meldet Rückgang bei Berufsausbildungsstellen

News Um fast 10 Prozent: Arbeitsagentur meldet Rückgang bei Berufsausbildungsstellen

Quelle: Adobe Stock
dpa

Die Krise der Wirtschaft schlägt laut Arbeitsagentur auf den Ausbildungsmarkt im Südwesten durch. Deutlich weniger Ausbildungsstellen wurden zuletzt gemeldet. Was bedeutet das für junge Menschen?

Wer sich für eine Berufsausbildung in Baden-Württemberg interessiert, der hat in diesem Jahr deutlich weniger Auswahl. Vorläufigen Zahlen zufolge sind im Mai dieses Jahres 60.739 Berufsausbildungsstellen gemeldet gewesen, im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das 9,3 Prozent weniger, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart mitteilte.

«Die Wirtschaftskrise ist am Ausbildungsmarkt angekommen», teilte die Arbeitsagentur mit. Zwar gebe es noch immer mehr Ausbildungsstellen als Bewerberinnen und Bewerber, aber die Schere schließe sich.

Der Ausbildungsmarkt in Baden-Württemberg böte weiterhin gute Chancen auf eine Ausbildung, sagte die Chefin der Regionaldirektion, Martina Musati, laut Mitteilung. In ganz Baden-Württemberg seien noch ausreichend Ausbildungsstellen frei. Wer jetzt noch auf der Suche zum Ausbildungsstart im September sei, solle sich rasch bei der Berufsberatung melden. «Die Betriebe bitte ich, trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage an ihrer Ausbildungsbereitschaft festzuhalten und den jungen Menschen eine Perspektive zu geben», sagte Musati.

 

Jugendarbeitslosigkeit auf hohem Niveau

Junge Menschen haben derzeit auf dem Arbeitsmarkt zu kämpfen. Im Juni dieses Jahres waren Angaben der Regionaldirektion zufolge 24.799 Menschen von 15 bis unter 25 Jahren arbeitslos – mehr seien es in einem Juni in den vergangenen Jahren nur während der Corona-Pandemie 2020 gewesen (27.456). Bei Menschen von 25 bis unter 35 Jahren waren im Juni rund 66.900 arbeitslos.

Überdurchschnittliche Steigerungsraten habe es bei jungen Menschen mit einer Ausbildung oder mit einem Studium gegeben. Allerdings hätten diese Personen weiterhin eine deutlich bessere Chance, schnell die Arbeitslosigkeit wieder zu beenden, da vier von fünf offenen Stellen auf Fachkräfteniveau oder höher liegen. Sorgen bereiten der Arbeitsagentur vielmehr die zuletzt rund 17.000 Arbeitslosen unter 25 Jahren sowie die über 32.000 Arbeitslosen unter 35 Jahren, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben.

 

Weitere Nachrichten

Unruhe in grenznahen Freibädern: So handeln die Bäder

In Freibädern nahe der französischen Grenze kommt es immer wieder zu Vorfällen - häufig sind Badegäste aus dem Elsass beteiligt. Wie gehen die Bäder mit der Situation um?

Vandalismus im Naturschutzgebiet: KSC-Graffiti verärgert Schwarzwaldverein

Ein blaues Graffiti am Karlsruher Grat im Nordschwarzwald sorgt für Ärger beim Schwarzwaldverein Hornisgrinde. Der vermutet die Urheber in der Fanszene des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC.

Fahrer eingeklemmt: Lkw kracht auf A5 in Karlsruhe auf Abschlepper

Auf den Auffahrunfall auf der Autobahn folgt eine Vollsperrung - und ein kilometerlanger Stau. Was ist zur Unfallursache bekannt?

Öffentlichkeitsarbeit: Polizei in Baden-Württemberg nennt künftig die Täter-Nationalität

In Baden-Württemberg will die Polizei künftig immer die Nationalität von Verdächtigen nennen. Warum Innenminister Hagel auf eine bundesweit einheitliche Regelung drängt.

Vollsperrung nach Flächenbrand neben Bundesstraße 36 in Karlsruhe

Ein Feuer auf einem Feld sorgt für eine Vollsperrung der Bundesstraße 36. Noch ist unklar, wodurch der Brand ausgelöst wurde.

Aktuelle Waldbrandgefahr: Wie die Feuerwehr gegen Waldbrände aufgestellt ist

Längere Trockenphasen verändern auch Baden-Württemberg. Die Feuerwehr stellt sich auf Großbrände ein, baut neue Strategien auf – und räumt ein, dass es bei Ausrüstung und Erfahrung noch Lücken gibt.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.