News aus Baden-Württemberg
Land: Schrittweise zum neunjährigen Gymnasium zurückkehren

News aus Baden-Württemberg Land: Schrittweise zum neunjährigen Gymnasium zurückkehren

Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
dpa

Dass Baden-Württemberg zu G9 zurückkehren wird, steht schon länger fest. Nun stellt das Kultusministerium klar: Schüler, die bereits jetzt ein Gymnasium besuchen, sollen keine Option zum Umstieg bekommen.

Das Land will die flächendeckende Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium in Baden-Württemberg schrittweise Klassenstufe für Klassenstufe umsetzen und keine Wechseloption für ältere Schülerinnen und Schüler anbieten. «Für uns steht fest, dass wir ein neunjähriges Gymnasium aufwachsend als Regelform einführen werden», sagte Volker Schebesta, CDU-Staatssekretär im Kultusministerium, am Donnerstag bei einer Anhörung des Bildungsausschusses im Landtag in Stuttgart. «Aufwachsend heißt, dass wir mit den unteren Klassenstufen beginnen», sagte Schebesta. Eine Wechseloption für Klassen der Mittelstufe sei nicht vorgesehen.

Umgesetzt werden soll die Rückkehr Schebesta zufolge so früh wie möglich. «So früh wie möglich heißt für uns, auch wegen der schulgesetzlich notwendigen Änderungen, nicht im Schuljahr 2024/2025, sondern frühestens zum Schuljahr 2025/2026.» Konkrete Details zum inhaltlichen Konzept für G9 nannte der Staatssekretär nicht.

Der Bildungsausschuss führte am Donnerstag eine Anhörung zum Volksantrag einer Elterninitiative durch. Diese hatte für eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium in Baden-Württemberg mehr als 100 000 Unterschriften eingesammelt und an den Landtag übergeben. Initiatorin Corinna Fellner betonte, eine der Kernforderung des Volksantrags sei die Mitnahme laufender Klassen. «Denn man darf jene Kinder, die noch Corona im Gepäck haben, nicht einfach vergessen», sagte Fellner. Die Mehrheit der Unterzeichner ihres Volksantrags setze sich für Kinder ein, die derzeit ein Gymnasium besuchten.

Vertreter der Kommunen forderten eine finanziell umsetzbare Lösung. «Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben und jede Lehrkraft nur einmal eingesetzt werden», sagte der Präsident des Gemeindetags, Steffen Jäger. Man räume der Bildung gerne eine hohe Priorität ein, zweifle aber daran, ob die Rückkehr zu G9 derzeit die drängendste Frage in der Bildungspolitik sei.

Für diese Rückkehr müssten viele Gymnasien ausgebaut oder sogar neu gebaut werden, sagte Norbert Brugger, Bildungsdezernent des Städtetags. Dafür erwarte man eine Finanzierungszusage des Landes.

 

Weitere Nachrichten

Krisendestillation: Zu wenig Konsum - Wird Württemberger Wein zu Putzmittel?

Die Menschen trinken immer weniger Wein. Was passiert mit den vielen Flaschen, die übrig bleiben? Die EU hat nun den Weg für eine Lösung frei gemacht.

Darum sind Fälschungen bei Fischereischeinen ein Problem

Interessenten zahlen teils Hunderte Euro für einen gefälschten Fischereischein. Was der Betrug für die Natur bedeuten kann - und wie die Behörden diesen Trend stoppen wollen.

Schwarz-rote Reformpläne: So viele Menschen im Land wären vom Minijob-Aus betroffen

Ginge es nach der Rentenkommission, wären Minijobs bald Geschichte. Doch wie viele Menschen im Südwesten wären von solch einem Schritt betroffen? Und wo arbeiten besonders viele Minijobber?

Online 21 Mädchen sexuell missbraucht - Mann verurteilt

Er spielte ihnen vor, er sei Jugendlicher, und brachte sie dazu, ihm pornografische Inhalte von sich selbst zu schicken. Nun muss ein 33-Jähriger für seine Missbrauchstaten hinter Gitter.

Verdächtige fliehen zu Fuß: Maskierte schießen vor Karlsruher Bar mit Schreckschusswaffe

Unbekannte Täter sollen in der Nacht vor einer Bar Schüsse abgegeben haben. Die Polizei findet Patronenhülsen und eine beschädigte Scheibe.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.