News aus Baden-Württemberg
Land überbrückt mit Strom aus der Schweiz Engpass

News aus Baden-Württemberg Land überbrückt mit Strom aus der Schweiz Engpass

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
dpa

Um einen Stromengpass in Baden-Württemberg zu vermeiden, hat der Netzbetreiber TransnetBW am Freitag erneut Strom in größeren Mengen aus der Schweiz und Reservekraftwerken bezogen.

Insgesamt seien für den Redispatch genannten Eingriff in die Stromerzeugung rund 1700 Megawatt (MW) Leistung nötig gewesen, wie ein Sprecher mitteilte. Etwa 800 MW davon stammten den Angaben zufolge aus der Schweiz, 640 MW aus den sogenannten Marktkraftwerken und 260 MW aus Reservekraftwerken.

TransnetBW hatte zudem Verbraucherinnen und Verbraucher aufgerufen, zwischen 11.00 und 13.00 Uhr Strom zu sparen. Die entsprechende Meldung auf der App «StromGedacht» bedeute aber nicht, dass Stromabschaltungen im Land zu befürchten seien.

Hintergrund der Maßnahme war, dass es im Norden viel Wind gab. Weil die Netze im Zuge der Energiewende noch nicht ausreichend ausgebaut sind, reicht die Übertragungskapazität in den Südwesten für solche Mengen nicht aus. Es entsteht ein Stau, und der Strom sucht sich einen anderen Weg. Um den Bedarf in Baden-Württemberg zu decken, muss dann anderweitig Strom erzeugt oder importiert werden.

Erst Mitte Januar hatte es einen noch größeren Redispatch gegeben. Damals ging es um rund 3000 Megawatt, von denen auch große Teile aus Reservekraftwerken und der Schweiz bezogen wurden.

 

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