News
Laubbläser-Entscheidung: Kein Spielraum für Kommunen im Land

News Laubbläser-Entscheidung: Kein Spielraum für Kommunen im Land

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

In einer Volksabstimmung in Zürich haben sich die Bürgerinnen und Bürger für strenge Regeln ausgesprochen. Ist das auch hierzulande denkbar?

Im Kampf gegen den Lärm von Laubbläsern und Laubsaugern haben Kommunen in Deutschland laut dem Gemeindetag Baden-Württemberg – anders als in der Schweiz – keine Möglichkeit für eigene Regeln. Es gebe eine EU-rechtliche Vorgabe, die über die sogenannte Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung in deutsches Recht umgesetzt worden sei. «Für Kommunen besteht daher keine Möglichkeit, weitergehende oder vom übergeordneten Recht abweichende Regelungen zu treffen», hieß es.

Die Verordnung regelt den Einsatz von im Anhang namentlich aufgeführten Maschinen in Wohngebieten und sogenannten empfindlichen Gebieten. Für vier Maschinen, zu denen auch Laubbläser und Laubsauger gehören, gibt es nach Angaben des Gemeindetags besonders strenge Vorgaben: Sie dürften nur werktags von 9.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 17.00 Uhr betrieben werden.

Bei einer Volksabstimmung in Zürich hatte sich die Mehrheit am Wochenende dafür ausgesprochen, den Einsatz von Laubbläsern und -saugern einzuschränken. Benzinbetriebene Maschinen werden demnach verboten und nur noch elektrische Geräte zugelassen. Auch werden Laubbläser künftig nur von Oktober bis Dezember geduldet. Nur ausnahmsweise können sie in anderen Monaten verwendet werden – etwa für Bauarbeiten oder zum Saubermachen nach Großveranstaltungen. Unterstützer hatten argumentiert, dass Laubbläser nicht nur laut seien, sondern auch Feinstaub und Bakterien verteilten.

 

Weitere Nachrichten

Invasive Tiere: Jagd auf Ochsenfrösche in Karlsruhe - fast 7.000 Tiere wurden getötet

Mit Reusen, Tauchern und Schusswaffen gegen eine Invasion: Wie sich der Nordamerikanische Ochsenfrosch ausbreitet und was das für Teichbesitzer bedeutet.

40 Jahre nach dem Super-GAU: Tschernobyl-Unfall - Wo strahlt es noch im Land?

Auch 40 Jahre nach Tschernobyl können sich Spuren des Reaktor-Unglücks auf unseren Tellern finden. Wo Verbraucher aufpassen sollten – und was heute als sicher gilt.

Bundesweiter Test: Klagen wegen Flügen oder Mieten werden jetzt digital gelöst

Probleme mit dem Flieger oder der Miete? In Nürtingen und Mannheim kann man jetzt online klagen, wenn es Ärger gibt. Das spart Zeit und Wege. Das Angebot ist Teil eines bundesweiten Tests.

Kühler Wochenstart - wann es wieder richtig sonnig wird

Am Wochenende lockte teilweise der Frühling mit Biergarten-Wetter. Doch schon am Sonntag war damit erst einmal wieder Schluss. Die Woche startet kühl - wie es weiter geht mit dem Wetter.

Nach Landtagswahl-Debakel: SPD will mit Mitgliederbefragung neuen Vorsitz finden

Nach dem historischen Wahldebakel sucht die SPD Baden-Württemberg per Mitgliederbefragung eine neue Spitze. Wer sich bisher zur Wahl stellt und wie der Zeitplan aussieht.

Aufklärung mal anders: Wie ein Theaterstück Senioren vor Betrug warnen soll

Bühne statt Betrugsfalle: Wie Senioren beim Theaterstück «Tatort Telefon» lernen, Betrügern nicht auf den Leim zu gehen – und warum Humor dabei hilft.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.