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Laut Statistik: So gefährlich sind die Bahnhöfe im Land

News Laut Statistik: So gefährlich sind die Bahnhöfe im Land

Quelle: Christoph Schmidt/dpa
dpa

Bahnhöfe, das zeigt die Statistik, sind seit jeher keine ungefährlichen Orte. Zwar geht die Gesamtzahl erfasster Delikte zurück. Aber ein Blick in die Details dämpft die Freude

Die Zahl der Straftaten an Bahnhöfen und in Zügen im Südwesten geht in mehreren Bereichen zurück – die Gewaltkriminalität verharrt jedoch auf hohem Niveau. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mehr als 80 Mal am Tag wird demnach an einem Bahnhof oder in einem Zug in Baden-Württemberg eine Straftat registriert.

Die Bundespolizei zählte im vergangenen Jahr insgesamt 29.944 Straftaten an Bahnhöfen und Zügen im Land – knapp 18 Prozent weniger als im Vorjahr (36.452 Straftaten). Das Bundesinnenministerium weist aber in seiner Antwort darauf hin, dass wegen eines technischen Systemfehlers nicht für alle Bereiche statistische Daten generiert werden konnten. So fehlen etwa Zahlen zu Massendelikten wie Hausfriedensbruch oder Beleidigung in der Gesamtstatistik.

Gewaltdelikte am Stuttgarter Bahnhof

In den weitaus meisten Fällen handelt es sich bei den Straftaten um Sachbeschädigungen und andere Eigentumsdelikte, aber auch Gewaltdelikte machen einen großen Anteil aus. Während Eigentums- und Sexualdelikte zuletzt zurückgingen, gilt das für Gewaltdelikte nicht: Mit 2.909 Fällen verharrten sie etwa dem Niveau des Vorjahres. Am häufigsten kommt es am Stuttgarter Bahnhof zur Gewalt.

Zudem registrierten die Behörden 15 Fälle, in denen Menschen in den Gleisbereich gestoßen wurden – nach 10 im Jahr 2024. Auch die Zahl der aufgebrochenen Fahrkartenautomaten ist 2025 deutlich gestiegen, von 18 auf 29. 43 Bundespolizisten wurden im vergangenen Jahr bei gewaltsamen Auseinandersetzungen verletzt, im Vorjahr waren es 35. Hinzu kamen 319 Gewaltdelikte gegen Mitarbeiter der Deutsche Bahn – ein Plus von rund sieben Prozent.

Mannheim ist der kriminellste Bahnhof

Gemessen an der Gesamtzahl der registrierten Straftaten gilt Mannheim als kriminalitätsbelastetster Bahnhof im Land: 2.596 Fälle wurden dort erfasst, neun Prozent weniger als im Vorjahr. Es folgen die Bahnhöfe in Karlsruhe, Stuttgart, Heidelberg und Offenburg. Betrachtet man nur die Gewaltdelikte, steht Stuttgart an der Spitze – und verzeichnet ganze 19 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr. Nach Angaben der Deutschen Bahn nutzen jeden Tag 179.000 Reisende den Stuttgarter Bahnhof, in Mannheim sind es etwa 99.000.

«Bahnhöfe und Züge, nicht nur in Baden-Württemberg, sind zu Kriminalitätsschwerpunkten verkommen», sagte der AfD-Abgeordnete und langjährige Polizist Martin Hess. «Gleichzeitig will man die Bürger per Mobilitätswende in öffentliche Verkehrsmittel zwingen – ohne für ihren Schutz zu sorgen.» Hess bemängelt einen «überproportional hohen Anteil ausländischer Tatverdächtiger». Die Zahlen seien ein weiterer Beleg dafür, dass die Sicherheits- und Migrationspolitik der «Altparteien» gescheitert sei, so Hess. «Unsere Bahnhöfe und Züge dürfen keine Angsträume sein.»

 

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